Machtkampf um den Vorsitz der Palästinensischen Autonomiebehörde intensiviert sich

Innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde hat man mit den Vorbereitungen für einen zukünftigen Machtkampf um die Nachfolge von Palästinenserchef Mahmoud Abbas begonnen. Dabei werden auch Waffen gesammelt.

Machtkampf um den Vorsitz der Palästinensischen Autonomiebehörde intensiviert sich

Wie das Nachrichtenportal Arutz 7 berichtet, laufen innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde die Vorbereitungen für den Machtkampf nach einem zukünftigen Rücktritt von Palästinenserchef Mahmoud Abbas. Hierbei sollen einige hochrangige Beamte bereits weitreichende Vorbereitungen für diesen Tag getroffen haben. Dazu zählen das Sammeln von Waffen für eventuelle Auseinandersetzungen und die Rekrutierung von Mitgliedern des Tanzim, dem militärischen Flügel der Fatah-Partei. Diese werden für Geld, Positionen und Gefälligkeiten an die eigene Person zu binden gesucht.

Hierbei werden eine Anzahl möglicher Nachfolger genannt. Als Favorit gilt Jibril Rajoub, ehemals Chef des Aufklärungsdienstes und heute Sportminister in der Autonomiebehörde. Daneben gelten als weitere Kandidaten Tawfiq Tirawi, ehemaliger Geheimdienstchef, Majed Faraj, sein momentaner Nachfolger sowie sein Verbündeter, der stellvertretende Leiter der Fatah, Mahmoud al-Aalul.

Mahmoud Abbas hatte in der Vergangenheit öfter damit gedroht, seinen Rücktritt einzureichen, diese Drohung bis heute jedoch nicht umgesetzt. Innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde geht man deshalb davon aus, dass er, sollten keine gesundheitlichen Probleme auftreten, den Vorsitz so lange wie mögliche zu halten versucht.

(Foto: Flash90)

Kommentare: