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Kirche von England stutzt anti-israelischem Pfarrer die Flügel

Die Diözese Guildford der Kirche von England hat auf die jüngsten antisemitischen Äußerungen des umstrittenen Pfarrers Dr. Stephen Sizer (Foto) reagiert. Der hatte Verschwörungstheorien gegen Juden verbreitet. Nun entschied der zuständige Bischof, dass der israelfeindliche Theologe zwar Gemeindepfarrer bleiben darf. Er darf sich in Zukunft aber nicht mehr öffentlich zum Nahost-Konflikt und zum jüdischen Staat äußern.

Die Diözese Guildford der Kirche von England hat auf die jüngsten antisemitischen Äußerungen des umstrittenen Pfarrers Dr. Stephen Sizer (Foto) reagiert. Der hatte Verschwörungstheorien gegen Juden verbreitet. Nun entschied der zuständige Bischof, dass der israelfeindliche Theologe zwar Gemeindepfarrer bleiben darf. Er darf sich in Zukunft aber nicht mehr öffentlich zum Nahost-Konflikt und zum jüdischen Staat äußern.

Ende des vergangenen Monats, zum internationalen Holocaust-Gedenktag, hatte Sizer einen Facebook-Link zu einem Artikel mit dem Titel „9/11 – Israel hat es getan“ veröffentlicht (Israel Heute berichtete). Der Text wird von einer Anmerkung begleitet, in der Sizer fragt „Ist das antisemitisch?“ Ob oder ob nicht scheint für Sizer keine Rolle zu spielen, denn der Link wirft seiner Meinung nach „viele Fragen auf“.

Sizers feindselige Geschichte gegenüber Israel ist lang. Sie reicht von der Kritik an der christlichen Unterstützung des jüdischen Staates bis hin zum Schmusekurs mit den Mullahs im Iran. Er selbst steht den „Truthers“ nahe, einer amerikanischen Gruppe, die behauptet, dass die Wahrheit hinter den Terroranschlägen vom 11. September 2001 im Verborgenen läge. Es gebe Indizien, dass Juden es getan hätten. Damit hat der Pfarrer eine Grenze überschritten.

Der Bischof von Guildford, Andrew Watson, stellte nun in einer offiziellen Erklärung fest, dass er „nicht glaubt, dass Sizers Motive antisemitisch sind; aber ich habe festgestellt, dass er ein erschreckend schlechtes Urteilsvermögen bewiesen hat in Bezug auf das Material, das er veröffentlicht hat … einiges davon ist ganz klar antisemitisch.“

Bischof Watson und andere Offizielle der Diözese haben letztendlich festgestellt, dass Sizers „zunehmendes undiszipliniertes Engagement für ein anti-zionistisches Programm zu einer Belastung für seinen eigenen Dienste und den der ganzen Kirche geworden ist“, und dass „Stephens Arbeit in diesem Bereich nicht länger vereinbar ist mit seiner Arbeit als Gemeindepfarrer.“

Die Kirche von England hat sich deshalb dazu entschlossen, dass Sizer Pfarrer der Christuskirche in Virginia Water in Surrey (England) bleibend darf. Bedingung ist aber, dass er nie wieder etwas öffentlich sagt über irgendeine Frage bezüglich des Nahen Ostens. Oder anders gesagt: Stephen Sizer darf sich nie wieder über die Angelegenheiten des israelisch-palästinensischen Konflikts äußern oder über die christliche Unterstützung des jüdischen Staates, auch bekannt als christlicher Zionismus.

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Patrick Callahan

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