Keine zentrale Veranstaltung zur Erinnerung an Itzhak Rabin

Zu ersten Mal seit 21 Jahren wird es in diesem Jahr keine zentrale Veranstaltung zur Erinnerung an den ermordeten ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Itzhak Rabin geben. Dies wurde jetzt bekanntgegeben, nachdem es nicht gelungen war, die Kosten für die für den 5. November geplante Veranstaltung zu decken.

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Zu ersten Mal seit 21 Jahren wird es in diesem Jahr keine zentrale Veranstaltung zur Erinnerung an den ermordeten ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Itzhak Rabin geben. Dies wurde jetzt bekanntgegeben, nachdem es nicht gelungen war, die Kosten für die für den 5. November geplante Veranstaltung zu decken.

Seit dem Mord hatte in jedem Jahr auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv eine große Veranstaltung zur Erinnerung an Itzhak Rabin stattgefunden. Am 20. Erinnerungstag kamen 100.000 Menschen zur Veranstaltung. In den letzten vier Jahren wurde die Veranstaltung von einer Gruppe mit dem Namen „Erinnerung an den Mord – Kampf für die Demokratie!“, die sich aus verschiedenen Jugendbewegungen zusammensetzt in Zusammenarbeit mit dem Rabin-Zentrum organisiert. Nun hat man sich entschieden, diese Großveranstaltung nur noch alle 5 Jahre zu abzuhalten und stattdessen ab jetzt mit einer neuen Initiative zu beginnen mit dem Namen „Die Israelische Versammlung“, die sich die Erweiterung der Erinnerung an Rabin zum Ziel gesetzt hat. So sollen große Versammlungen auf dem Rabin-Platz und an anderen Orten stattfinden, an denen tausende Menschen an runden Tischen sitzen und über die Demokratie des Landes und weitere aktuelle Themen der israelischen Gesellschaft diskutieren sollen.

Diese „Israelische Versammlung“ wird am offiziellen Gedenktag an den Mord an Rabin stattfinden, dem 13. November um 18 Uhr. An demselben Tag wird es neben Tel Aviv auch Versammlungen in Jerusalem und Haifa geben. Man hofft, dass diese Versammlung den Erinnerungstag zu einem Tag der Stärkung der Demokratie machen wird.

Für viele ist die Tatsache, dass es in diesem Jahr keine zentrale Erinnerungsveranstaltung geben wird, unfassbar. So sagte Hami Sal, der die Veranstaltung in den letzten 20 Jahren mit organisiert hatte: „Es ist für ich unfassbar, dass es in diesem Jahr keine Veranstaltung geben wird. Gerade jetzt, in einer Zeit der Hetzte und Teilung in der israelischen Gesellschaft, wäre es wichtig gewesen, dass wir und alles auf dem Rabin-Platz versammeln.“

Der Oppositionsführer und Vorsitzende der Arbeitspartei Itzhak Herzog sagte nach Bekanntwerden der Absage der zentralen Veranstaltung auf dem Rabin-Platz: „Wir, die Arbeitspartei, werden eine alternative Veranstaltung organisieren. Bis heute war die Veranstaltung immer in der Verantwortung privater Organisationen, aber da es sich hier um die Erinnerung an unseren Anführer, dem ehemaligen Vorsitzenden der Arbeitspartei Itzhak Rabin handelt, bestehen wir darauf, eine alternative Veranstaltung zu organisieren.“

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