Kein König oder Ministerpräsident hatte jemals das gesamte Volk hinter sich Olivier Fitoussi/Flash90
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Kein König oder Ministerpräsident hatte jemals das gesamte Volk hinter sich

Die häufigen Wahlen im Volk sind ein Zeichen der Uneinigkeit. Es gibt keinen Politiker, mit dem alle Menschen im Volk einverstanden sind.

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Auch in den frühen Jahren nach der Staatsgründung hatten die Parteien unterschiedliche Vorstellungen über den jungen Judenstaat. Mit den Jahren vertieften sich die Differenzen im Volk. Die Dissonanz zwischen säkularen und religiösen Juden nahm immer mehr zu. Links und Rechts sind extremer geworden und haben sich noch mehr entfremdet. Juden und Araber vertragen sich, solange alles stimmt.

Für mich war König David immer ein Vorbild, unter dessen Herrschaft das Volk zur seiner Zeit einmalig in der Geschichte Israels voll hinter seinem Herrscher stand. Die Spaltung im Volk Israel wird immer seinem Enkel König Rehabeam angelastet. Nach dem Tod dessen Vaters König Salomo gelang es ihm nicht, das Großreich seines Großvaters zu bewahren. Das davidische Großreich spaltete sich in zwei Königreiche, Juda im Süden und Israel im Norden.

Aber tatsächlich gibt es in der biblischen Geschichte keinen einzigen König, dessen Herrschaft in seiner Regierungszeit für ganz Israel akzeptabel war. Weder unter König David noch unter König Salomo. Salomo war gezwungen,...

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