Israel

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Kein Empfang im Grenzgebiet zum Gazastreifen

Schon seit mehr als 20 Tagen haben zehntausende von Bewohnern der Region um den Gazastreifen herum keinen Handy-Empfang. Grund dafür ist der Kampf der ägyptischen Armee gegen ISIS auf der Sinai-Halbinsel.

„Diese Nummer ist zur Zeit nicht erreichbar“, ist wohl zur Zeit die am meisten gehörte Nachricht, die man bekommt, wenn man jemanden über das Handy erreichen will, der sich im westlichen Negev nahe der Grenze zum Gazastreifen befindet. Schon seit mehr als 20 Tagen haben zehntausende von Bewohnern der Region um den Gazastreifen herum keinen Handy-Empfang.

Der Grund dafür ist die ägyptische Armee, die sich auf der Sinai-Halbinsel in ihrem Kampf gegen ISIS auch technologischer Mittel bedient. Sie stört die Cellular-Netze, um die Kommunikation der Terroristen zu stören. Leider kennt die Technologie keinen Grenzen, so dass auch der Handy-Empfang in Israel um den Gazastreifen herum und manchmal sogar noch weiter entfernt gestört und meisten sogar total unterbrochen ist.

Für die Bewohner der betroffenen Umgebung bringt das viele Probleme mit sich. Nicht nur, dass Eltern keinen Kontakt zu ihren Kindern haben. Viele Eingangstore zu den Orten im westlichen Negev werden mithilfe des Handys geöffnet. Dies ist nun nicht möglich. Geschäfte, die für Kreditkartenzahlungen das Mobilfunknetz benutzen, können nun keine Zahlungen entgegennehmen. Und ein noch grösseres Problem: Die Landkreise können jetzt keine Notfallmeldungen per Handy an die Bürger schicken, wenn zum Beispiel eine Rakete aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgeschossen wurde. Zum Glück funktionieren die Meldungen über WhatsApp, wenn man sich in einer Gegend befindet, wo es Wlan gibt.

Die Bürger haben sich schon seit längerer Zeit über den den Zustand beschwert und Telekommunikations-Minister Ajub Kara versprach zu Beginn der Woche, eine Lösung für das Problem zu finden. Doch bis heute hat sich noch nichts an der Situation geändert. Am meisten haben die Bewohner des Landkreises Eshkol und die Bewohner von Orten nahe der Grenze zum Gazastreifen und nach Ägypten, für sie ist das Mobilfunknetz gänzlich unterbrochen.

Nun wurden vom Landkreis Verwarnungen an die Mobilfunkbetreiber geschickt. Ein funktionierender Mobilfunk sei für das alltägliche Leben nötig, besonders in Bezug auf die empfindliche Sicherheitslage in dieser Region, sagte der Landkreisvorsitzende Gadi Yarkoni.

Ob die Verwarnung an die israelischen Mobilfunkbetreiber mit der Drohung rechtlicher Schritte das Problem nun lösen werden, ist fraglich, ist es doch die ägyptische Armee, die für die Störung des Mobilfunkempfangs verantwortlich ist.

Illustration: Mobilfunkantenne (Foto: Nati Shohat)

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Patrick Callahan

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