Israel

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Jesus ist auch mein Jesus

Schicksal war es, innerhalb der orthodoxen Gesellschaft zu heiraten. Es sollte anders kommen. Schon von klein auf wusste Yochi Brandes, eine der fünf meistgelesenen Autoren in Israel, dass sie der orthodoxen jüdischen Welt einmal den Rücken kehren würde.

Glaube aus der Sicht einer israelischen Schriftstellerin

Schicksal war es, innerhalb der orthodoxen Gesellschaft zu heiraten. Es sollte anders kommen. Schon von klein auf wusste Brandes, dass sie der orthodoxen jüdischen Welt einmal den Rücken kehren würde. Ihr Ausstieg gestaltete sich letztendlich stufenweise, und nach vielen Jahren des Suchens fand sie sich in einem eher zwanglosen Judentum wieder, das viele Sepharden ausleben, die Brandes folgendermaßen charakterisiert: „sehr jüdisch, sehr zionistisch, gern in der Synagoge, haben aber auch kein Problem damit, am Schabbat den Fernseher anzuschalten“. Trotz ihres Hintergrunds habe sie aber nie eine Glaubenskrise gehabt: „Gott ist der natürlichste Teil meines Lebens.“

Brandes gilt heute als eine der fünf meistgelesenen Autoren in Israel. Ihr Buch „Akiva’s Orchard” (2012) toppte im Erscheinungsjahr zusammen mit dem internationalen Bestseller „Fifty Shades of Grey“ die Verkaufszahlen. Brandes konnte zum Schluss den amerikanischen Bestseller mit ihrem Buch, in dem es um die Zeit des Judentums nach der Ära des Zweiten Tempels geht, sogar noch überholen, was einiges über die Präferenzen der heutigen israelisch-jüdischen Gesellschaft aussagt.

Unter Berücksichtigung ihrer Herkunft kann Brandes’ Bewunderung für Jesus nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Diese Bewunderung spiegelt sich in ihrem Buch Akiva’s Orchard sowie in ihrer Erzählung der bekannten TV-Serie The Earth Was Without Form and Void wider.

Israel Heute: Wie stehen Sie als gläubige, ehemals orthodoxe Frau zur Thora?

Brandes: Ich glaube stark an die Thora. Für mich sind die hebräische Bibel und das Judentum nichts Intellektuelles, oder gar nur eine Quelle der Inspiration. Sie sind eine Lebensweise. Ich glaube, dass jeder Jude, besonders jene in Israel, von der Einhaltung der Thora als Lebensweg profitieren kann. Wie im Einzelnen, ist eine andere Frage…

Das vollständige Interview mit Yochi Brandes finden Sie in der aktuellen Januar-Ausgabe von Israel Heute!

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Patrick Callahan

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