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Jerusalem wartet noch auf neuen Bürgermeister

Während es in Tel Aviv und auch in Haifa ein klares Ergebnis gab, muss in Jerusalem die Stichwahl entscheiden, wer neuer Bürgermeister der Stadt werden wird. Die Wahlbeteiligung war diesmal höher als bei den letzten Kommunalwahlen.

Bei den gestrigen Kommunalwahlen in Israel gab es in Jerusalem noch keine Entscheidung darüber, wer das Amt des ausscheidenden Bürgermeisters Nir Barkat übernehmen wird. Keiner der vier Kandidaten erhielt die nötigen 40 Prozent der Stimmen. In zwei Wochen wird in einer Stichwahl entschieden werden, ob Moshe Leon, der gestern 33 Prozent der Stimmen erhielt, oder der säkulare Ofer Berkovitch, der mit 29 Prozent der Stimmen nicht viel weniger als sein Rivale erhielt.

(Foto: David Cohen/Flash90)

Einer von ihnen wird Jerusalems neuer Bürgermeiser: Moshe Leon (links) oder Ofer Berkovitch (rechts) (Fotos: Hadas Parush, Noam Revkin Fenton/Flash90)

Anders sieht es in Tel Aviv aus. Dort sicherte sich der Bürgermeister der letzten 20 Jahre, Ron Huldai, mit beeindruckenden 46 Prozent der Stimmen eine fünfte Amtszeit als Bürgermeister der Metropole am Mittelmeer.

Ron Huldai feiert mit seiner Frau den Sieg. Er bleibt Bürgermeister von Tel Aviv (Foto: Flash90)

In Haifa gab es einen Erdrutschsieg für die Architektin Einat Kalish Rotem. Sie bekam 55 Prozent der Stimmen und wird nun Yona Yahav, der 15 Jahre lang Bürgermeister war, als erste Bürgermeisterin von Haifa ablösen.

Haifas neue Bürgermeisterin Einat Kalish Rotem (Foto: Meir Vaknin/Flash90)

Auch in zahlreichen anderen Städten muss der Bürgermeister bei den Stichwahlen in zwei Wochen entschieden werden.

Der Tag der Wahl war erstmals seit 1989 wieder ein arbeitsfreier Tag. Damit wollte man eine höhere Wahlbeteiligung erreichen. Auf Landesebene wurde dies auch erreicht. Um die 55 Prozent aller Wahlberechtigten gaben gestern ihre Stimme ab. Das ist noch immer nicht so viel, wie bei den Wahlen zur Knesset, aber ein neuer Rekord für Kommunalwahlen.Die Wahlbeteiligung bei den Wahlen 2013 lag bei knapp über 51 Prozent. Allerdings scheint der freie Tag in Jerusalem nicht sehr viel genutzt zu haben, nur etwa 35 Prozent der Wahlberechtigten entschieden sich für eine Beteiligung an den Wahlen, die die Zukunft ihrer Stadt für die nächsten 5 Jahre bestimmt.

Die Stichwahlen werden am 14. November stattfinden.

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Patrick Callahan

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