Israels christlicher Kibbutz Creative Commons
Israel

Israels christlicher Kibbutz

In den Ausläufern des Karmel-Gebirges, in der Nähe von Sichron Jaakov, liegt ein christlicher Kibbutz, dessen Einwohner versuchen, wie zu Zeiten der frühen Kirche zu leben.

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Bei meinem letzten Besuch dieser besonderen christlich-zionistischen Gemeinde, in der die Mädchen ihre Haare zum Dutt aufstecken und lange Röcke und langärmelige Blusen tragen, wurde ich nicht nur an die Amish, sondern auch an gewisse orthodoxe jüdische Gemeinden erinnert. Sie haben keinen Fernseher, gehen nicht ins Kino und besitzen persönlich auch kein Land. Ihre Mahlzeiten nehmen sie gemeinsam ein. Sie erhalten etwas Geld für ihre Arbeit in der Gemeinde.

Das Haus Gottes

Der Kibbutz nennt sich Beth El, Haus Gottes, und wurde 1963 von Emma Berger gegründet. Die Deutsche hatte in Israel eine „göttliche Heilung“ erfahren. Bergers charismatische Führungspersönlichkeit zog viele Christen aus Deutschland an, die bereit waren, nach Israel zu ziehen und dort auf die Rückkehr des Messias zu warten.

In der Bäckerei der Gemeinde begrüßt mich eine hübsche junge Frau. Mit einem sanften Lächeln erzählt sie mir, wie sie vor 20 Jahren mit ihrer Familie hierherkam, als sie neun Jahre alt war: „Meine Familie antwortete auf die Worte Jesu: Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses…