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Israelische Schachspieler in Saudi-Arabien?

Nachdem israelische Sportler bereits in Abu-Dhabi an einem Judo-Turnier (allerdings ohne Hymne und Fahne) teilgenommen haben und sehr erfolgreich waren, könnte im nächsten Monat vielleicht Geschichte geschrieben werden. Werden israelische Schachspieler in Saudi-Arabien ihr Können auf dem Schachbrett beweisen können?

In der letzten Zeit, im Hintergrund der iranischen Bedrohung, haben sich die Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien immer weiter erwärmt. Höhepunkt war das Interview des Generalstabchefs Gadi Eizenkot für eine Saudi-Arabische Zeitung in der vergangenen Woche, bei dem er sagte, dass Israel dazu bereit wäre, Informationen mit Saudi-Arabien bezüglich des Iran auszutauschen. Der Iranische Präsident beschuldigte sogar die Saudis, Israel Milliarden von Dollars zu zahlen, wenn sie einen Krieg gegen den Libanon beginnen würden. Eins ist klar, Saudi -Arabien und Israel haben ähnliche Interessen, was die Bedrohung aus dem Iran betrifft.

Doch was hat das alles mit Schachspielern aus Israel zu tun? Im kommenden Monat findet in Riad die Weltmeisterschaft im Blitzschach statt, unter Beteiligung der besten Schachspieler der Welt. Als Saudi-Arabien die Ausrichtung des Turniers zugesprochen wurde, verpflichteten die Veranstalter sich, die Regeln des Weltschachverbandes FIDE zu befolgen. Das bedeutet, dass jedem Spieler, der die Kriterien für die Teilnahme an der Meisterschaft erfüllt, die Teilnahme garantiert wird, also auch den Spielern aus Israel.

11 israelische Schachspieler, allesamt Weltklassespieler, darunter der Vizeweltmeister Boris Gelfand, haben ein Visa für die Einreise nach Saudi-Arabien beantragt, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Sollte ihnen die Einreise verweigert werden, drohen dem Veranstalter harte Strafen, Saudi-Arabien könnte die Ausführung des Turniers verlieren. Sollte den Israelis die Einreise genehmigt werden, wäre dies ein historischer Schritt. Es wäre das erste Mal, dass Israelis öffentlich nach Saudi-Arabien einreisen würden. Die wäre ein weiteres Zeichen für die Erwärmung in den Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien. Eine offizielle Einladung zur Teilnahme am Turnier hat der israelische Schachverband bereits vom Weltverband erhalten, die Namen der israelischen Teilnehmer stehen auf der Liste. Nun heißt es abwarten, ob Geschichte geschrieben wird.

(Illustration: Hadas Parush/Flash90)

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Patrick Callahan

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