Das israelische Außenministerium hat das am Wochenende in Doha eröffnete 17. Al-Jazeera-Forum scharf verurteilt und es als „eine ausgewählte Zusammenkunft von Dschihadisten und ihrem Unterstützerapparat“ bezeichnet.
Das Forum, ausgerichtet vom katarischen Flaggschiff-Sender Al Jazeera, findet vom 7. bis 9. Februar in Doha statt und steht unter dem Titel „Die palästinensische Sache und das regionale Machtgleichgewicht im Kontext einer entstehenden multipolaren Welt“. Die Agenda wird als politischer Dialog präsentiert – Israel zufolge entlarvt jedoch die Gästeliste den wahren Charakter der Veranstaltung: eine Propagandabühne für Feinde des Westens.
Zu den angekündigten Rednern zählen der iranische Außenminister Abbas Araghchi – Vertreter eines Regimes, das Hamas und die Hisbollah aktiv bewaffnet – sowie der ranghohe Hamas-Funktionär Khaled Mashaal, seit Langem ein Befürworter des bewaffneten Kampfes gegen Israel. In einem offiziellen Post des Außenministeriums auf X hieß es unmissverständlich, es handele sich um „Vertreter der dunkelsten Denkschule der modernen politischen Geschichte“.
„Es wäre schwer, eine gefährlichere Gruppe des Bösen zusammenzubringen als diese“, erklärte das Ministerium.
Welcome to The @AlJazeera Forum, a select gathering of jihadists and their support staff. You can hear US sanctioned haters like @FranceskAlbs and Foreign Minister @araghchi of the state sponsor of terror, Iran.
Come dialogue with terror mastermind Khaled Mashal and other… pic.twitter.com/8yMMfqjKHh
— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) February 5, 2026
Zudem nahm das Ministerium die frühere UN-Funktionärin Francesca Albanese ins Visier, eine regelmäßige Israel-Kritikerin, die inzwischen unter US-Sanktionen steht. Ihre Plattform auf dem Forum sei ein weiteres Indiz dafür, dass es der Veranstaltung nicht um Journalismus oder Diplomatie gehe, sondern um die Legitimierung militanter Narrative unter dem Deckmantel der Medienfreiheit.
Auffällig ist auch die Wortwahl in den Werbematerialien des Forums: Sie übernimmt die Rhetorik der Hamas, bezeichnet Israels Militäroperation im Gazastreifen als „Völkermord“ und stellt das Massaker vom 7. Oktober – bei dem Hamas-geführte Terroristen mehr als 1.200 Israelis und ausländische Staatsbürger ermordeten oder entführten – als Teil des „palästinensischen Widerstands“ dar. In der Agenda findet der Angriff vom 7. Oktober keinerlei Erwähnung.
Al Jazeera als narratives Instrument
Israels Reaktion ist Teil einer breiteren Bekräftigung seiner Position, dass Al Jazeera weniger als neutrales Medienhaus agiert, sondern vielmehr als narratives Instrument des Staates Katar, der zugleich Beziehungen zu westlichen Mächten wie auch zu islamistischen Gruppierungen pflegt. Das in Doha als globaler intellektueller Gipfel vermarktete Forum bietet regelmäßig islamistischen Ideologen, Regimevertretern aus Iran und Apologeten der Hamas eine Bühne.
Aus israelischer Sicht – und für aufmerksame Beobachter in der Region – ist es weniger eine Konferenz als ein Koalitionstreffen.
Strategische Bedeutung
In einer multipolaren Welt ist das Narrativ ein strategischer Faktor – und Katar nutzt seine Medienreichweite, um Irans Stellvertretern und dem politischen Arm der Hamas Legitimität zu verschaffen. Israel konfrontiert diese Inszenierung offen. Es geht nicht nur darum, wer auf dem Forum spricht, sondern auch darum, wer fehlt: Kein Wort über die israelischen Geiseln, die in Gaza festgehalten wurden. Keine Anerkennung des 7. Oktober. Kein Raum für die Stimmen der Opfer.
Das Forum präsentiert sich als Plattform für Dialog. Doch eingeladen sind Architekten des Krieges, Förderer des Terrors und Geschichtsrevisionisten. Das hat nichts mit Journalismus zu tun. Es ist dschihadistische Öffentlichkeitsarbeit – ganz im Sinne der bisherigen Linie von Al Jazeera.





Weil die katarische Herrscherfamilie hinter all diesen Aktivitäten steht, wird diese ihren Reichtum einbüßen und verlieren, denn sie setzt diesen Reichtum und ihre Macht zur Förderung der offenkundigen Übel in der Welt ein. Sie bewähren sich dabei wieder nicht und erweisen sich der ihr anvertrauten Verantwortung als nicht gewachsen. Es bleibt eine Frage der Zeit, bis ihnen die Mittel und Ämter entzogen sind, sich auf diese Weise aktiv zu zeigen.