Die israelische Marine hat in der Nacht zum Donnerstag mehrere Schiffe einer Gaza-Flottille gestoppt – weit entfernt von der israelischen Küste. Nach Berichten israelischer Medien sowie Angaben der Organisatoren selbst erfolgte der Zugriff nahe der griechischen Insel Kreta, also hunderte Seemeilen vom Gazastreifen entfernt.
Aktivisten der sogenannten „Global Sumud Flotilla“ erklärten, ihre Schiffe seien von militärischen Schnellbooten gestoppt worden. In sozialen Netzwerken berichteten sie, Soldaten hätten sich als israelische Kräfte identifiziert und die Teilnehmer angewiesen, sich auf den Boden zu legen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Darstellung liegt bislang nicht vor.
Israelische Sicherheitskreise bestätigten, dass die Marine die Kontrolle über die Schiffe übernommen habe. Offizielle Stellungnahmen der Armee blieben zunächst zurückhaltend.
Same script, different year. The israeli navy thinks a radio warning can drown out the cries for justice. You call it a „maritime security blockade“ — the rest of the world calls it a crime scene. We aren’t „invited“ to Ashdod; we aren’t your guests. We are the witnesses you… pic.twitter.com/dElolWN59Y
— Global Sumud Flotilla (@gbsumudflotilla) April 29, 2026
In einem veröffentlichten Funkmitschnitt ist ein israelischer Marineoffizier zu hören, der die Aktivisten auffordert, ihren Kurs zu ändern. „Wenn Sie humanitäre Hilfe nach Gaza liefern möchten, können Sie dies über anerkannte und etablierte Kanäle tun – etwa über den Hafen von Aschdod“, so der Offizier. Zugleich warnte er: „Wenn Sie versuchen, die Seeblockade zu durchbrechen, werden wir Ihr Schiff aufbringen und auf dem Rechtsweg beschlagnahmen. Die volle Verantwortung liegt bei Ihnen.“
Die „humanitäre Hilfe“: Kondome und Drogen
Das israelische Außenministerium reagierte scharf und bezeichnete die Aktion als gezielten PR-Stunt. In einer Stellungnahme erklärte das Ministerium, an Bord der Schiffe seien unter anderem Kondome und Drogen gefunden worden – nicht jedoch die erwartete humanitäre Hilfe. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben steht bislang aus.
This is the “medical aid” found aboard the PR stunt flotilla: condoms and drugs pic.twitter.com/RKiHrGLWfw
— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) April 29, 2026
Bereits im Vorfeld hatte Verteidigungsminister Israel Katz Maßnahmen gegen die Organisatoren ergriffen. Sein Ministerium verhängte Sanktionen gegen eine Crowdfunding-Kampagne, die mit der Hamas in Verbindung stehen soll.
Jerusalem betont zudem, dass Hilfslieferungen in den Gazastreifen ausschließlich über offizielle und kontrollierte Kanäle erfolgen sollen, um den Schmuggel von Waffen zu verhindern. Vor diesem Hintergrund sieht die Regierung in der Flottille nicht nur eine Provokation, sondern auch ein mögliches Sicherheitsrisiko.
Die Organisatoren hingegen sprechen von einer humanitären Mission. Ihr Ziel sei es, die israelische Seeblockade zu durchbrechen und einen direkten Seeweg für Hilfsgüter nach Gaza zu schaffen. Israel hält dem entgegen, dass die seit 2009 bestehende Seeblockade völkerrechtlich zulässig sei und dem Ziel diene, Waffenlieferungen an die Hamas zu unterbinden, die den Gazastreifen seit 2007 kontrolliert.
Flottillen-Aktionen dieser Art sind nicht neu. In den vergangenen Jahren wurden mehrere ähnliche Versuche von der israelischen Marine gestoppt, Teilnehmer festgesetzt und anschließend ausgewiesen. Auch prominente internationale Aktivisten waren daran beteiligt – darunter die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, deren Engagement regelmäßig für große mediale Aufmerksamkeit sorgte.





Die Schiffe sofort versenken, und damit eine touristische Atraktion für Taucher zu schaffen.
La Tonta ist immer noch aktiv
Sich einer anständigen Arbeit zuzuwenden, würde ich empfehlen. Dann würde das von solchem unverantwortlichen Blödsinn ablenken. Israel hat wohl genug wichtigeres für ihre Sicherheit zu tun.
Das Paradoxe ist, dass solche Aktionen gar nicht zu Gunsten der Palästinenser sind, sondern sich rein gegen Israel richten.
Alle diese Flottillas erreichen ihre Ziele nicht und es wird darüber weltweit auch nicht mehr berichtet, wenn sie wieder sarten, weil es ja sowieso immer dasselbe ist. Man wird diese Leichtmatrosen nicht mehr ernst nehmen und sie werden nur noch zum weltweiten Spott dienen, weil es immer gleich läuft mit ihnen: Außer Spesen nichts gewesen. Nie erreichen sie etwas, weil ihr einziges Ziel ist, Krawall zu machen und so Schlagzeilen zu produzieren. Auch dieses Ziel verfehlen sie zukünftig und dauerhaft.
Stattdessen werden viele ihrer Schiffe, so sie es weiterhin probieren sollten, ohne fremdes oder israelisches Einwirken in Seenot geraten und auch ihre Ladung geht mit ihnen zu Grunde.