Israel Heute Morgen

Heute früh kam ich richtig ins Schwitzen, als ich in der Redaktion eintraf. Die Meteorologen hatten recht, es ist heute deutlich wärmer als gestern. Aber es ist ja auch Herbstanfang. Ein paar Worte über den heißen Wind aus dem Osten, die Probleme der Tel Aviver in dieser Woche und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh kam ich richtig ins Schwitzen, als ich in der Redaktion eintraf. Die Meteorologen hatten recht, es ist heute deutlich wärmer als gestern. Aber es ist ja auch Herbstanfang. Während es im Inneren des Landes und in den Bergen, wie hier bei uns in Jerusalem, sehr warm und trocken ist, werden die Menschen an der Küste wegen der heute sehr hohen Luftfeuchtigkeit ordentlich ins Schwitzen kommen. Das ist einer der Gründe, warum ich wohl gerne in Tel Aviv spazieren gehe, aber nicht dort wohnen würde. Man kann es in Eilat bei 40 Grad und 20% Luftfeuchtigkeit viel besser aushalten als in Tel Aviv bei 32 Grad mit 75% Luftfeuchtigkeit. In Tiberias ist es im Sommer normalerweise am unangenehmsten, dort bekommen Sie eine Kombination aus der Hitze von Eilat mit der Luftfeuchtigkeit von Tel Aviv. Allerdings haben die Tiberianer heute Glück, da sie den heißen Wüstenwind aus dem Osten, so wie wir in Jerusalem, bekommen, so dass die Feuchtigkeit dort heute nur bei 30% liegen soll. In Jerusalem werden es 20% sein, in Eilat sogar nur 15%. Wenn der heiße Wind aus dem Osten kommt, nennt man das „Sharav“ oder „Chamsin“. Zu diesen Wetterbedingungen kommt es meistens im Frühling und Herbst. Also passt es ja heute. In Tel Aviv wird es bei Temperaturen von 32 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 70% am aufregendsten werden. Und auch sonst haben die Tel Aviver in dieser Woche viel zu leiden.

Aber jetzt erstmal das Wetter für heute in Israel:

Heiter und wärmer. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 32 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.485 m unter dem Meeresspiegel, Tendenz sinkend.

Und nun zu den Leiden der Bürger von Tel Aviv und den Menschen, die dort jeden Morgen hinfahren müssen. Wie ich ja schon berichtet hatte, wird zur Zeit sehr intensiv an der schnellen Zugverbindung zwischen Tel Aviv und Jerusalem gearbeitet. Dafür müssen auch in Tel Aviv die Bahnhöfe mit teilweise neuen Schienen ausgerüstet werden, denn der Zug auf der neuen Strecke wird elektrisch bertrieben werden.
Seit Montag wurden nun drei der vier Bahnstationen von Tel Aviv für ganze acht Tage geschlossen. Wer aus dem Norden mit dem Zug nach Tel Aviv fährt, muss seine Fahrt in Herzlia beenden, wer aus dem Süden kommt, steigt in der ersten Station aus und muss dann mit dem Bus weiterfahren, um an sein Ziel zu kommen. Es wurden Sonderbusse eingesetzt, um die geschlossenen Stationen miteinander zu verbinden, aber dennoch kam und kommt es auf den einzigen geöffneten Stationen zu langen Wartezeiten für die Fahrgäste. Dazu hat nicht jeder Lust, so dass viele lieber mit dem eigenen Auto fahren bis die Bahnhöfe wieder geöffnet werden. Und das hat natürlich seine Folgen. Zahlreiche Verkehrsstaus innerhalb der Stadt und auf den Strassen nach Tel Aviv. Viele Menschen schaffen es nicht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. So müssen sie in den nächsten Tagen früher aus dem Haus, dadurch kommt es dann noch früher zu Autoschlangen an den Einfahrten nach Tel Aviv, ganz egal, ob man vom Norden, Osten oder Süden kommt. Auch sonst ist in Tel Aviv immer sehr starker Verkehr, jetzt ist es eben noch schlimmer.
Bis zum Dienstag müssen die Menschen noch durchhalten, dann soll der normale Zugverkehr wieder aufgenommen werden. Wenn dann aber der Schnellzug von Tel Aviv nach Jerusalem seinen Dinst aufnehmen wird, in ungefähr zwei Jahren, dann werden diese Probleme ganz schnell vergessen werden. Nur schade, dass man man erst so spät aufgewacht ist, so eine Schnellverbindung hätte es schon vor vielen Jahren geben müssen.

Bis jetzt, wo ich Ihnen diese Zeilen schreibe, ist es ruhig geblieben in Israel. Es ist auch wirklich schon genug passiert in den vergangenen Tagen. Ich hoffe, dass es auch weiterhin ruhiger werden wird. Als ich gestern in der Stadt war, habe ich deutlich mehr Polizisten gesehen als sonst. Besonders aufgefallen waren mir die grosse Zahl von jungen polizistinnen des Grenzschutzes, die durch die Stadt gingen, um Verdächtige ausfindig zu machen noch bevor etwas passiert. Wir sollten diesen jungen Menschen dankbar dafür sein, dass sie sich um unsere Sicherheit kümmern.

In der Hoffnung, dass es für die Polizisten keine Arbeit geben wird, wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Mittwoch, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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