Israel

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Israel Heute Morgen

Bevor er sich vielleicht endgültig verabschiedet, hat der Winter gestern noch einmal alles gegeben, was er hat. Ein paar Worte und Gedanken über den Erinnerungstag an den Holocaust, ein Projekt an der Schule unseres Sohnes und natürlich das Wetter für heute im Israel. Die Sonne kommt wieder.

Guten Morgen liebe Leser!

Bevor er sich vielleicht endgültig verabschiedet, hat der Winter gestern noch einmal alles gegeben, was er hat. Es regnete eimerweise. Die wolkenbruchartigen Regenfälle wurden ab und zu von einer kurzen Sonnenpause unterbrochen, aber nur, um den Wolken Zeit zu geben, sich auf den nächsten Regenguss vorzubereiten. Heute soll sich das Wetter wieder beruhigen und ab morgen gehen die Temperaturen dann wieder nach oben. Immerhin haben wir schon Mitte April. Die Zeit vergeht wirklich schnell.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit vereinzelten Regenschauern im Norden und Zentrum des Landes. Gegen Mittag lässt der Regen nach. Die Temperaturen steigen etwas an. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 19 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 25 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.40 m unter dem Meeresspiegel.

Heute Abend beginnt bei uns der Erinnerungstag an den Holocaust, der “Jom HaShoah”. Die Geschäfte werden früher als sonst geschlossen werden. Auch Restaurants, Kinos, Theater und andere Vergnügungseinrichtungen müssen heute Abend ab 19 Uhr geschlossen sein. Es ist eben kein Tag, an dem man sich vergnügen soll. Dafür wurde im Jahr 1959 das Gesetz für den Erinnerungstag an den Holocaust verabschiedet. Auch morgen werden daher die Kinos und Theater geschlossen bleiben, auch werden keine Sportveranstaltungen stattfinden. An diesem Tag sollen wir den 6 Millionen Juden gedenken, die von den Nazis ermordet wurden. Der Erinnerungstag beginnt heute Abend um 20 Uhr mit der Zeremonie in Yad Vashem.

Die Zeremonie zum Gedenktag an den Holocaust vor einem Jahr in Yad Vashem

Dort werden dann wie jedes Jahr sechs Überlebende des Holocausts sechs Fackeln anzünden, in Gedenken an die sechs Millionen Opfer. Sehr lange wird diese Tradition wohl leider nicht fortgeführt werden können, denn es gibt immer weniger Holocaust-Überlebende. Daher ist es so wichtig, jetzt noch viele ihrer Geschichten zu erfahren.Ich erzählte Ihnen bereits von dem Projekt in der Schule unseres Sohnes. Dort machen die elften Klassen jedes Jahr ein Erinnerungs- und Dokumentationsprojekt. Dabei werden Überlebende des Holocaust, meistens Angehörige der Schüler besucht und nach ihrer persönlichen Geschichte aus dieser schweren Zeit befragt. Die Geschichten werden dann in einem Buch zusammengefasst. Ende dieses Monats werden wir Eltern dann zu der Vorstellung des Projekts und des neuen Buches eingeladen werden. Es ist wirklich ein sehr wichtiges Projekt. Und dann ist auch wieder eine Klassenfahrt, eine Fahrt des ganzen Jahrgangs, nach Polen geplant. Die Erinnerung an den Holocaust ist ein Teil von uns, es ist eine Erinnerung, die für immer in uns bleiben und von Generation nach Generation weitergegeben werden wird. In Deutschland habe ich leider oft Stimmen gehört, die sagten, dass es doch irgendwann mal genug sein müsse mit der Erinnerung an den Holocaust, die Deutschen von heute hätten doch gar nichts damit zu tun. ich widerspreche dann immer und erkläre, dass es hierbei doch gar nicht darum geht, jemanden zu beschuldigen. Es geht darum, die Vergangenheit nicht zu vergessen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder passieren wird. Wir alle sind verantwortlich dafür. Und das ist der Grund, dass wir hier in Israel immer an den Holocaust erinnern werden und ihn niemals vergessen werden.

Jetzt ist draußen sogar die Sonne zum Vorschein gekommen. Ein neuer Tag beginnt. Über alles, was wichtig ist, werden wir Sie später auf dieser Seite berichten. Ich hoffe, es wird ein ruhiger Tag werden. Man spricht viel über einen möglichen Angriff der Amerikaner in Syrien. US-Präsident Trump hat eine geplante Reise nach Süd-Amerika abgesagt. Wir werden sehen, was passiert.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Mittwoch, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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