Guten Morgen liebe Leser!
Sie sind vorbei, die Feiertage, die langen Schulferien, das Essen der Matzen. Wir kehren in den Alltag zurück. Von mir aus hätte es ruhig so weitergehen können mot der „Chol HaMo’ed-Woche“, der Woche von Pessach. Es war eine Woche ohne Staus, alles war etwas ruhiger, es war eine sehr angenehme Woche. Obwohl wir gestern Abend schon wieder Gesäuertes hätten essen können, haben wir noch einmal „Matziot“ gemacht, Wir mögen das. Einfach die etwas mit Wasser weich gemachte Matze in etwas gerührtes Ei tauchen und in der Pfanne kurz braten. Schmeckt wunderbar. Am besten zusammen mit einer Scheibe Käse drauf, so esse ich das immer. Aber jetzt muss Schluss damit sein, denn so etwas hat sehr viele Kalorien. Überhaupt, das ganze Pessach-Fest ist nicht leicht, wenn man weiter auf die Figur achten möchte. Da waren ja auch diese süßen Pessach-Kekse. Nein, es ist gut, dass Pessach vorbei ist. Ab jetzt werde ich mich zusammenreissen und wieder „anständig“ essen. Also, zurück in den Alltag.
Das Wetter ist weiterhin sonnig, am Wochenende war es angenehm warm, nicht zu heiß. Heute hat es sich etwas abgekühlt, doch der Himmel hier in Jerusalem ist weiterhin strahlend blau.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Teilweise bewölkt mit einem Rückgang der Temperaturen. Im Nordosten des Landes kann es zu vereinzelten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.425 m unter dem Meeresspiegel.
Gestern Abend begannen im ganzen Land die “Mimuna-Feiern”. Über dieses ursprünglich bur von den Juden aus Marokko gefeierte Fest hatte ich Ihnen bereits am Donnerstag geschrieben. Nun konnte man wieder Gesäuertes essen. Viele Politiker werden jedes Jahr von einer Familie zur Mimuna-Feier eingeladen, bei der oft mehr als Hundert Gäste anwesend sind. Unser Ministerpräsident feierte in Gan Yavne, während unser Präsident Reuven Rivlin zu einer Feier nach Ashkelon eingeladen worden war, zusammen mit dem Vorsitzenden der Knesset Yuli Edelstein und auch dem Minister Tzachi Hanegbi. Neben den berühmten Mufletas gab es noch sehr viele andere süße Leckereien.
Viel Süßes gab es gestern Abend. Ehrengast einer Mimuna-Feier in Ashkelon war Präsident Reuven Rivlin (Foto: Flash90)
Ich habe mich an diesem verlängerten Wochenende nicht sonderlich viel mit den Nachrichten befasst. Das muss auch mal sein. Einfach mal abschalten und nur mit der Familie zusammen sein. Allerdings hatte ich am Freitag einen kurzen Blick auf das Handy geworfen, das Verbrennen der Reifen im Gazastreifen hatte mich nun doch neugierig gemacht. Ich las, dass Reifen verbrannt werden, aber nicht soviele Menschen gekommen waren, wie es sich die Organisatoren im Gazastreifen erwünscht hatten. Auch hat es wieder Tote gegeben. Ich las, dass insgesamt 9 Araber ums Leben gekommen waren, darunter ein Journalist. Wären sie zuhause geblieben, würden sie jetzt noch leben, war mein erster Gedanke. Ich meine, besonders nach der letzten Woche sollte doch klar gewesen sein, das Israel eine Annäherung und ein Überschreiten des Grenzzaunes nicht zulässt. Die Bewohner des Gazastreifens wurden doch immer wieder davor gewarnt. Und friedlich kann man diese Unruhen vom Freitag nun auch nicht nennen. Darüber später mehr.
Schon morgen werden wir unsere besondere Mai-Ausgabe von Israel Heute zum 70. Unabhängigkeitstag Israels in den Druck schicken. Heute wird dieser Ausgabe der letzte Schliff verlieren, denn ein Magazin zum 70. Geburtstages des Staates Israel muss ein ganz besonderes Magazin werden. Es soll dann noch vor dem Unabhängigkeitstag, der am Abend des 18. April beginnt, bei unseren Abonnenten im Briefkasten liegen. Und wenn Sie das Magazin noch zeitiger lesen wollen, dann können Sie das mit einem Abo der Digitalausgabe machen (Alle Abo-Möglichkeiten finden Sie hier).
Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Sonntag. Bei uns beginnt die neue Woche. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov





