Guten Morgen liebe Leser!
Israel bereitet sich auf den großen Sturm vor. Morgen soll es sehr stürmisch werden, der Winter zeigt sich von seiner stärksten Seite. Um sich gegen die hohen Wellen zu schützen, die in Tel Aviv am Strand erwartet werden, hat man dort bereits haufenweise Sand ausgeschüttet und damit Schutzwälle gegen die Wellen gebaut. Man geht auf Nummer sicher. Ich persönlich mag dieses winterliche und stürmische Wetter. Besonders nach einem heissen Sommer, wie wir ihn im letzten Jahr hatten. Die Temperaturen sind jetzt fast so wie in Deutschland, jedenfalls in Jerusalem, heute werden gerade mal 11 Grad erwartet.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Vereinzelte Regenschauer und Gewitter im Norden und an der Küste. Starker Wind. Auf dem Hermon-Berg schneit es. Die Temperaturen sinken und werden für die Jahreszeit zu niedrig sein. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.36 m unter dem Meeresspiegel.

Sanddämme am Strand von Tel Aviv, heute auf der Titelseite der Zeitung “Jediot Achronot”
Oft werde ich von Bekannten gefragt, wie denn jetzt die Situation sei, nach der Erklärung von US-Präsident Donald Trum bezüglich der Anerkennung Jerusalems als unsere Hauptstadt. Ich weiß dann eigentlich nie, was ich sagen soll. “Als ich in den Nachrichten davon hörte, habe ich sofort an Dich gedacht”, wird mir oft gesagt. “Wie ist es denn jetzt dort?” Meine Antwort ist dann immer ganz einfach. Es ist alles wie immer, nichts hat sich verändert. Wir leben unseren Alltagstrott wie immer. Die Kinder gehen in die Schule, treffen sich mit Freunden, gehen in die Stadt, ins Kino, zum Sport. Alles wie immer. Aber ich kann es ja verstehen, dass man sich Sorgen um uns macht, besonders, wenn man sich nur auf die Berichterstattungen im Ausland verlässt. Natürlich will ich damit nicht sagen, dass wir hier wie in der Schweiz leben. Es hat Messerattacken und andere Anschläge gegeben, aber das ist leider teil der Realität hier bei uns. Und es ist ja nicht so, dass es in Europa keine Terroranschläge gibt. Und gerade jetzt ist es bei uns doch relativ ruhig. Die Stadt war zu den Feiertagen voll mit Touristen. Es war eine tolle Atmosphäre. Die Medien beschäftigen sich momentan viel mehr mit anderen Themen, wie die Demonstrationen im Iran und die verschiedenen Korruptionsaffären, was natürlich nicht so nett ist.
Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Donnerstag, das Wochenende, das erste des neuen Jahres, steht schon vor der Tür. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




