Israel Heute Morgen

Weihnachten ist vorbei, nun beginnt auch bei Ihnen wieder der Alltag. Ein Streik an Israels Schulen konnte im letzten Moment verhindert werden, in der Knesset wird man sich mit dem Shabbat und der Todesstrafe für Terroristen befassen. Dies sind nur einige der Themen, über die hier in Israel heute gesprochen werden wird. Draußen scheint die Sonne, der Regen ist verschwunden.

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Guten Morgen liebe Leser!

Weihnachten ist vorbei, nun beginnt auch bei Ihnen wieder der Alltag. Aber da ist ja auch noch Silvester, am Montag haben wir bereits das Jahr 2018. Hier bei uns in Israel ist das natürlich kein Feiertag, wir hatten unser Neujahr schon im September. Trotzdem gibt es genug Menschen, die den Beginn des neuen bürgerlichen Jahres feiern, warum auch nicht. Allerdings muss am Tag danach wieder zur Arbeit gegangen werden. Heute früh ist im letzten Moment ein Streik der Lehrer der Grundschulen und Mittelstufen verhindert worden. Mehr als eine Million Schulkinder wären zuhause geblieben. Da es sich um kleinere Kinder handelt, hätte ein Streik viele Probleme für die Eltern mit sich gebracht. Denn einer der Eltern hätte zuhause mit den Kindern bleiben müssen. Das Arbeitsgericht empfahl den Lehrern, ihre Probleme mit Verhandlungen zu lösen, ein Streik sei zu voreilig. Schade nur, dass angekündigte Streiks immer erst spät in der Nacht abgesagt werden, sehr verwirrend für die Kinder.

Und nun zum Wetter. Während es Abends und Morgens relativ kalt ist, hier in Jerusalem waren es heute früh um die 9 Grad, ist es gegen Mittag wieder angenehm warm. Regen ist nicht in Aussicht.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Starke östliche Winde im Norden und in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.38 m unter dem Meeresspiegel.

Und jetzt lade ich Sie wieder zu einem gemeinsamen Blick auf die heutigen Titelseiten der Zeitungen ein. Drei Zeitungen, diesmal mit völlig unterschiedlichen Schagzeilen.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Die Zeitung Maariv widmet eine hakbe Seite für eine Meldung über eine Vereinbarung zwischen dem Finanzminister und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft: ”Das Geschäft zwischen Kachlon und Nisenkorn”, lautet die Überschrift. Das Finanzministerium und die Gewerkschaft haben sich darauf geeinigt, dass die Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst für das Jahr 2019 erst einmal aufgeschoben werden, stattdessen werden die Angestellten eine einmalige Zahlung erhalten und eine grössere Gehaltserhöhung in den Jahren danach. Damit will die Regierung Ausgaben im Haushaltsbudget für das Jahr 2019 einsparen. Ich hoffe nur, dass die Regierung nach 2019 dann ihr Versprechen auch einhakten wird, wer weiß, was für Probleme es dann gegen wird. Unten auf der Seite dann noch einmal eine Meldung aus der Knesset: ”Marathon von Empfehlungen”, heißt es dort in Anlehnung an die Beratungen der Knesset über das geplante sogenannte Empfehlungs-Gesetz, über dass schon seit mehr als 24 Stunden beraten wird. Dann gibt es noch einen Bericht über die Beratungen über die Medikamente, die im nächsten Jahr in den sogenannten Medikamenten-Korb kommen sollen, das heißt, Medikamente, die vom Staat subventioniert werden und von den Ärzten verschrieben werden können. Leider passiert es oft, dass Medikamente, die für einige Patienten lebensrettend sind, nicht aufgenommen werden, da es sich vielleicht nur um einige Kranke handelt. Es ist schade, dass auch hier wirtschaftliche Faktoren eine Rolle spielen, die für einige Menschen wie ein Todesurteil sein können. In zwei Tagen soll die Liste der Medikamente, die in den „Medikamenten-Korb“ übernommen werden, veröffentlicht werden.

“Wir haben Angst, noch mehr Kinder auf dies grausame Welt zu bringen“, lautet die Überschrift auf der halben Titelseite von Jediot Achronot. Auf dem Foto ist die Familie Salomon zu sehen, die bei dem Anschlag von Halamish drei Familienangehörige verloren hatten. Sie wandten sich in einem Brief an die Richter des Terroristen, in dem sie unter anderem schrieben: „Man hat uns die Freude genommen, das Messer des Terroristen verletzt unser Herz immer wieder von Neuem. Heute beginnt im Gericht die Beratung über die Strafe des Terroristen. Und nun eine nette Meldung. “Bahnstation Trump zur Klagemauer“. In der Nähe der Klagemauer soll eine Bahnstation gebaut werden und sie soll nach dem Namen von US-Präsident Donald Trump benannt werden, als Dank für seine Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt von Israel. Das Verkehrsministerium plant, eine Bahnstrecke bis zur Klagemauer zu bauen. Dafür sollen zwei weitere unterirdische Bahnhöfe entstehen. Es wird sicher noch eine ganze Weile dauern, bis der Zug dann wirklich bis an die Klagemauer fahren wird. Die Bahnstrecke wird 50 Meter unter der Erde verlaufen, bei der Grabung des Tunnels wird man sicher viele interessante archäologische Entdeckungen machen, die die Fertigstellung des Projekts natürlich verzögern werden. Das Projekt ist zum Nationalen Projekt erklärt worden. Dann gibt es noch eine Meldung bezüglich der Feiern zum 70. Unabhängigkeitstag Israels. An diesem Tag soll die Zeremonie der Unabhängigkeitserklärung von Schauspielern originalgetreu nachgespielt werden und in alle Welt live übertragen werden. “Wir erklären hiermit, wieder“, lautet die Überschrift in Anlehnung des Satzes, mit dem die Unabhängigkeitserklärung begonnen wurde.

Die Titelseite von Israel Hayom beginnt mit dem Bericht aus der Knesset: “Marathon für die Verabschiedung des Empfehlungs-Gesetzes“. Sie wissen ja schon, um was es hier geht. Danach soll dann über die Todesstrafe für Terroristen beraten werden, ein dementsprechender Gesetzesvorschlag wird zur ersten Lesung vorgelegt. Dann wird noch Innenminister Deri zitiert: „ich werde die Städte daran hindern, Geschäfte am Shabbat zu öffnen“. Hier geht es um das sogenannte „Supermarkt-Gesetz“, von dem ich Ihnen bereits gestern berichtet habe. Die Städte versuchen, das Gesetz noch vor seiner Verabschiedung umgehen zu können, um den Geschäften die Öffnung am Shabbat erlauben zu können. Hier wird es noch viel Ärger geben. Und nun zur Hauptüberschrift der Zeitung, ein ganz anderes Thema: “Der österreichische Kanzler: Ich sehe in Israel einen Verbündeten“, wird der junge österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz zitiert. Er wurde zum ersten Mal von israelischen Medien interviewt. Seine Regierung sei die erste österreichische Regierung, die den jüdischen Charakter Israels anerkennen würde, sagte er. „Habt keine Angst“, beruhigte er. Nun, wir werden sehen.

Das waren die wichtigsten Schlagzeilen der heutgen Tageszeitungen. Ich bin gespanntm was uns der heutige Tag bringen wird. Es wird viel übr den Shabbat diskutiert werden und auch über die Todesstrafe für Terroristen, beides Themen , die in der Knesset auf der Tagesordnung stehen.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Mittwoch, ich hoffe, Sie hatten schöne Feiertage, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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