Israel Heute Morgen

Kaum zu glauben, aber wir haben schon wieder Freitag! Das Wochenende ist da. Für viele Familien ist es kein schönes Wochenende, 1750 Angestellte des Pharma-Konzerns „Teva“ sollen bald Entlassungsbriefe erhalten und ihre Lebensgrundlage verlieren. Dies ist auch das Hauptthema der heutigen Zeitungen. Am Sonntag Generalstreik. Das Wetter: Es soll wärmer werden.

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Guten Morgen liebe Leser!

Kaum zu glauben, aber wir haben schon wieder Freitag! Das Wochenende ist da. Endlich ist unsere ganze Familie wieder vereint, der Shabbat kann kommen. Das Wetter ist einfach wunderbar, blauer Himmel, frische Luft. In den nächsten Tagen soll es sogar etwas wärmer werden. Regen? Höchstens ein paar Tropfen, nicht so toll, auf der anderen Seite ist ein sonniges Wochenende natürlich auch was schönes. In der nächsten Woche ist Winteranfang, vielleicht erinnert sich der Ragen dann daran, dass es an der Zeit ist, zu kommen. Jetzt wird es erst einmal wieder warm.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit für die Jahreszeit normalen Temperaturen. Am Vormittag kann es im Norden zu leichten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.375 m unter dem Meeresspiegel.

Seit gestern wird in den Medien fast nur noch von den zu erwartenden Massenentlassung beim Pharma-Konzern Teva gesprochen. Die Zahl der geplanten Entlassungen ist etwas niedriger als zunächst befürchtet, dennoch ist die Zahl noch immer unerträglich hoch. 1700 Menschen sollen auf die Straße gesetzt werden, das sind 1700 Familien, die plötzlich ihre Lebensgrundlage verlieren. Nach 20, 30 Jahren Arbeit bei einem der größten und erfolgreichsten Pharma-Konzernen der Welt plötzlich vor die Tür gesetzt zu werden ist ein harter Schlag. Um gegen diese Massenentlassungen anzugehen hat die Gewerkschaft für Sonntag einen Generalstreik angekündigt. Auch der Ministerpräsident setzt sich gegen die Schließung von Werken ein, wie das in Jerusalem, das mehrere hundert Mitarbeiter beschäftigt. Natürlich ist das auch das Hauptthema auf den heutigen Titelseiten der Zeitungen.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

”1700 Arbeiter gehen nachhause”, lautet die Überschrift bei Maariv. Noch nie sind in Israel so viele Menschen auf einmal entlassen worden. Links daneben eine sehr interessante Schlagzeile: ”Wahrscheinlich: Rivlin wird Azaria am Unabhängigkeitstag begnadigen” . Nachdem Staatspräsident Rivlin die Bitte um Begnadigung zurückgewiesen und dem Druck der Öffentlichkeit nicht nachgegeben hatte, haben dem Präsidenten nahe stehende jetzt gesagt, das er plane, die Haftstrafe des Soldaten zu verkürzen. Das ist das erste Mal, dass ich davon lese. Bis zum Unabhängigkeitstag wird Elor Azaria den grössten teil seiner Haftstrafe auch schon abgesessen haben. Unten un der Mitte ist dann noch eine wichtige Meldung. Oberstes Gericht: Der Staat kann keine Leichen der Terroristen festhalten”. Hier entscheidet das Gericht wieder einmal gegen die Ansicht der Regierung, die bisher nicht dazu bereit war der Leichen der bei der Zerstörung des Tunnels ums Leben gekommenen Terroristen zurückzugeben. Die Hamas hält noch immer die Leichen der gefallenen Soldaten in ihren Händen. Verteidigungsminister Lieberman plant jetzt, ein Gesetz durchzubringen, dass ihm die Entscheidung über die Herausgabe der Leichen überlässt. Ist doch irgendwie auch verständlich.

Auch die Zeitung Jediot Achronot hat den grössten teil ihrer Titelseite den geplanten Massenentlassungen bei Teva gewidmet: ”1750 Gekündigte”. Weltweit sollen 14.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren.. Netanjahu bat darum, den Schaden in Israel so niedrig wie möglich zu halten. Es ist schon tragisch, dass treue Mitarbeiter für die Misswirtschaft der Direktoren zahlen müssen, die in ihren Jaguars herumfahren. Links auf der Seite geht es wieder um die Korruptionsaffäre um den Koalitionsvorsitzenden David Biton. Bei Jediot Achronot wird immer wieder gerne darüber berichtet. ”Der Bankier von Biton auf dem Weg zum Kronzeugen”. Dies könnte sehr unangenehm für Bitan werden. Dazu gibt es auch sehr unangenehme Aufnahmen von Gesprächen zwischen ihnen. Unter dieser Meldung dann auch noch eine kleine Meldung über Netanjahu: ”Heute: Netanjahu wird zum siebten Mal verhört.” Unten rechts dann die Meldung bezüglich der Leichen von Terroristen: ”Der Sturm um die Leichen der Terroristen”. Dazu die Fotos von Oron Shaul und Hadar Goldin, deren Leichen noch immer von der Hamas festgehalten werden. Ich finde es absolut unlogisch, warum die Familien der Terroristen es besser haben sollen als die Eltern der beiden israelischen Soldaten.

”Der Zusammenbruch von Teva: 1750 Arbeiter werden nachhause geschickt” , lautet die Überschrift auf der Titelseite von Israel Hayom. Die Angestellten gingen auf die Straße um zu protestieren, sie wollen bis zum Ende um ihren Arbeitsplatz kämpfen. Am Sonntag Generalstreik im ganzen Land. Der Präsident von Teva entschuldigte sich: “Wir haben keine andere Wahl”, sagte er. Links davon dann die Meldung bezüglich der Rückgabe der Terroristen-Leichen: ”Rückgabe der Leichen der Terroristen – eine Belohnung für den Terror”, lautet die Überschrift sinngemäß übersetzt.

Das war unser Blick auf die heutigen Titelseiten mit den wichtigsten Schlagzeilen für das Wochenende. Die Wochenendausgaben sind natürlich viel dicker als normal mit einer Vielzahl von Beilagen, und beinhalten nicht nut Nachrichten und Hintergründe. sondern auch vieles, das ich als „Regenbogenpresse“ bezeichnen würde. Aber auch das gehört dazu, man soll ja auch unterhaten werden.

Gestern Abend haben wir die dritte Kerze des Chanukka-Leuchters angezündet, wie immer ein Moment, wo sich die ganze Familie für einen Moment zusammenfindet, Sufganiot haben wir allerdings nicht gegessen.

Chanukka, 3. Kerze (Foto: Dov Eilon)

Und nun wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegnetetn Shabbat, machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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