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Israel Heute Morgen

Als ich heute früh Jerusalem erreichte, zeigte das Thermometer meines Autos gerade mal 10 Grad an (ja, ich bin mal wieder mit dem Auto gekommen, manchmal geht es nicht anders). Auch heute beginnen wir den Tag mit einem Blick auf die Schlagzeilen der Tageszeitungen. Dabei geht es auch wieder einmal um den Shabbat. Dazu natürlich auch das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Als ich heute früh Jerusalem erreichte, zeigte das Thermometer meines Autos gerade mal 10 Grad an (ja, ich bin mal wieder mit dem Auto gekommen, manchmal geht es nicht anders). Als ich Modiin verließ, lagen die Temperaturen noch bei 16 Grad, so groß ist der Temperaturunterschied zwischen den beiden Orten, dabei sind sie gerade mal 25 Kilometer voneinander entfernt. Allerdings gibt es auch einen Höhenunterschied von um die 500 Meter, das wirkt sich auch auf die Temperatur aus. Der Regen hat jetzt nachgelassen, nachdem es in der Nacht noch einmal geregnet hatte. Morgen beginnt wieder das Wochenende, da soll es sogar etwas wärmer werden, relativ gesehen. Und für die nächste Woche hat man uns schon neues Winterwetter versprochen mit hoffentlich viel Regen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis bewölkt mit vereinzelten leichten Regenschauern. Weiterhin niedrige Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.325 m unter dem Meeresspiegel.

Und jetzt ist es wieder Zeit für einen Blick auf die Titelseiten der heutigen Tageszeitungen. Zwei Zeitungen haben diesmal dasselbe Thema als Hauptschlagzeile gewählt, denn es ist ein altbekanntes Thema, über das wir uns in Israel wohl nie einig werden können. Es geht um den Shabbat.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Nur die Zeitung Maariv hat andere Schlagzeilen für wichtiger befunden. „Aufgedeckt: Die israelische Operation, die hinter Trumps Geheimnisverrat steckt”, lautet dort die erste Schlagzeile. Da geht es wieder mal um Trumps Begabung, geheime Informationen preiszugeben. Diesmal geht es um eine Mission, in der Israelis in Syrien aktiv waren, um Informationen über ISIS zu sammeln. Dabei ging es um einen Plan des Islamischen Staat, Sprengkörper in Laptops zu verstecken, um sie dann in Flugzeugen explodieren zu lassen. Diese Information führte dann zum Verbot, bei Flügen von bestimmten Flughäfen islamischer Länder, Laptops mit in die Kabine zu nehmen. Trump erzählte im Mai, Hilfe von einem dritten Land bekommen zu haben. Nicht gerade sehr schlau so etwas. Dann geht es in einer weiteren Überschrift um einen Streit innerhalb des Likud-Partei zwischen dem Fraktionsvorsitzenden David Biton und dem Abgeordneten Beni Begin. Dieser wurde von Biton aus dem Ausschuss für Inneres enfernt, nachdem er sich weigerte für ein Gesetz zu stimmen, das der Polizei verbieten soll, Empfehlungen für Anklagen zu geben. Dabei geht es um ein Gesetz, dass die Polizei daran hindern soll, ihre Empfehlung für eine Anklage von Ministerpräsident Netanjahu in Bezug einer der Affären auszusprechen. Beni Begin gilt als ein sehr korrekter Abgeordneter. „Der Likud gegen Begin“, lautet hier die Überschrift. Ganz unten auf der Seite gibt es dann noch zwei kleine Meldungen mit ähnlichen Überschriften „Deri gegen Litzman“ Hier geht es um den Streit um den Shabbat, genauer gesagt um Innenminister Deri, der nicht mit der Drohung des Gesundheitsministers Litzman, zurückzutreten, sollten Arbeiten an der Eisenbahn weiter am Shabbat ausgeführt werden, einverstanden ist. „Netanjahu gegen Haetzni“ lautet die zweite kleine Überschrift, bei der es um einen Streit zwischen Netanjahu und dem Journalisten Nadav Haetzni geht, der in einem Kommentar Netanjahu empfahl, zurückzutreten.

Die Zeitung Jediot Achronot beginnt ihre Titelseite mit der Akte 3000, den U-Booten. „Ganor bekam 11 Millionen Euro“. Dabei geht es um Geld, das der israelische Vermittler für das U-Boot Geschäft vom deutschen Hersteller Thyssen-Krupp erhalten hat. Eine nette Summe. „Die Shabbat-Krise“, lautet die nächste Überschrift. Dabei geht es um eine sich entwickelnde Regierungskrise wegen Wartungsarbeiten am Eisenbahnnetz am Shabbat. Diese Arbeiten werden gerne am Shabbat durchgeführt, damit man den Zugverkehr nicht einstellen muss, wenn man diese Arbeiten an einem Wochentag ausführen würde. Einige Male hat man das gemacht, tausende von Fahrgästen mussten dann auf andere Verkehrsmitte zugreifen, es gab oft chaotische Zustände. Nun hat Gesundheitsminister Litzman gedroht, von seinem Amt zurückzutreten, sollten die Arbeiten weiter an Shabbat stattfinden. Dazu später mehr. Weitere Schlagzeilen befassen sich mit dem Streit in der Likud-Partei, „Begin out, Biton in“, heißt hier die Überschrift, sowie neuen Erkenntnissen bezüglich des bekannten Sängers, der vor einigen Monaten ertrunken war. „Drogen in der Leiche von Amir gefunden“, wird hier berichtet. Darüber hatte ich Ihnen bereits gestern erzählt.

Und jetzt haben wir noch die Gratis-Zeitung Israel Hayom. Hier nimmt der Streit um den Shabbat eine habe Seite ein. “Shabbat-Krise: Lauf gegen die Zeit, eine Lösung zu finden”. Darunter fragt man sich, ob die nächste Station der Eisenbahn Neuwahlen seien. Eigentlich will das keiner, aber momentan ist nicht klar, wie das Problem gelöst werden kann. Einerseits führen Arbeiten am Wochentag zu chaotischen Verkehrsverhältnissen, andererseits können die religiösen Parteien sich nicht mit der Entehrung des Shabbats abfinden. Was nun? Die zweite große Überschrift befasst sich mit dem Treffen der Führer Russlands, der Türkei und des Irans. “Das anti-amerikanische Bündnis teilt sich die Beute in Syrien”, lautet die Überschrift. Dann gibt es noch ein paar kleinere Meldungen, wie “Haifa führend bei Asthmaerkrankungen”. Dies hätte eine viel grössere Schlagzeile verdient, ein wichtiges Thema. Immer wieder wird von Erkrankungen in Haifa berichtet wegen der Industrie am Hafen. Eine weitere Meldung befasst sich mit der Geschichte eines osmanischen Schiffes, das vor 100 Jahren von den Briten im Genezareth See versenkt worden sein soll. “Das Geheimnis in der Tiefe”. Jetzt soll mit den Bergungsarbeiten begonnen werden. Dann noch eine Vorschau auf einen Artikel der Wochenendausgabe. “Der Vater des Kaf Tet des Monats November”. In dem Artikel erzählen die Kinder von Moshe Sharet, der als Architekt der Abstimmung der Vereinten Nationen am 29. November 1947 (29 auf Hebräisch Kaf Tet) gilt, aus der Zeit vor der Abstimmung. Ihr Vater hätte sich auch viel mit ihrer Mutter beraten. Interessante Geschichte. Moshe Sharet war später dann Minsterpräsident Israels.

Das waren die Schlagzeilen von heute, es gibt viele Themen, über die man sich wohl auch über das Wochenende unterhalten wird. Jetzt wünsche ich Ihmem einen angenehmen und friedlichen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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