Israel Heute Morgen

Kaum war ich in unserer Redaktion eingetroffen, erreichten uns die Meldungen von der Schussattacke in Las Vegas. Ein Paar Worte und Gedanken über die Ereignisse in Las Vegas und Katalonien, Vergleiche mit dem Konflikt in Israel, Vorbereitungen für das Laubhüttenfest und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Kaum war ich in unserer Redaktion eingetroffen, erreichten uns die Meldungen von der Schussattacke in Las Vegas. Was leben wir doch in einer verrückten Welt, war mein erster Gedanke. Überall ist es unruhig, gestern die Messerattacke in Marseille und jetzt dieser schlimme Anschlag in Las Vegas. Wir wissen nicht viel über die Ereignisse dort, es gibt noch keine Einzelheiten. Mich hat die Nachricht aus Las Vegas besonders beunruhigt, denn vor etwa 4 Tagen war mein Sohn noch dort. Jetzt ist er zum Glück schon weit entfernt. Aber als Vater macht man sich natürlich Sorgen. Ich warte schon auf seine Rückkehr. Auch hoffe ich, dass die Nachrichten sich momentan schlimmer anhören, als sie am Ende vielleicht sind. Aber gut sieht es nicht aus. Wir leben wirklich in einer verrückten Welt.

Fast alle Schlagzeilen befassen sich mit der Attacke in Las Vegas, das Nachrichtenportal von Ynet

Und nun zurück zu uns nach Israel und das Wetter für heute. Es soll heute heiß werden, der erste Sharav der Übergangsjahreszeit ist da. Diese Sharavs verabschieden sich meistens wieder recht schnell. Am Abend soll es windig werden und die Temperaturen sollen wieder nach unten gehen. Das hoffe ich sehr, ich brauche den Sommer nicht mehr. Ich warte auf den Regen. Ob er bald kommen wird? Der Genezareth-See könnte ihn gebrauchen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem deutlichen Anstieg der Temperaturen. Überdurchschnittlich heiß und trocken. An der Küste werden gegen Nachmittag starke nördliche Winde erwartet. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um drei Zentimeter gesunken und liegt nun bei -214.12 m unter dem Meeresspiegel.

Eigentlich wollte ich meinen heutigen Bericht mit der Volksabstimmung in Katalonien beginnen. Was hat das mit Israel zu tun, fragen Sie sich sicherlich. Als ich sah, mit welch einer Gewalt die spanischen Polizisten gegen die Bürger vorgingen, die nichts verbrochen hatten, fragte ich mich, warum wir hier in Israel immer kritisiert werden. Wir sollen den „Palästinensern“ einen Staat geben, nur die Zweistaatenlösung wird uns Frieden bringen. Das wurde uns auch aus Spanien gesagt. Da musste ich nun schmunzeln, angesichts der Bilder aus Barcelona. Von uns verlangt man, einen zweiten Staat zuzulassen, und selber? Da werden friedliche Bürger, sogar ältere Menschen auf den Boden geworfen, mit Gummikugeln beschossen. Was werden die Vereinten Nationen dazu sagen? Katalonien wurde von den Spaniern erobert, das ist schon etwas länger her, aber die Katalanen sind nie Spanier geworden. Sie haben eine eigene Sprache, ihre eigene Kultur. Ist es nicht das, was ein Volk ausmacht? Viele werden sicher die Situation dort mit der Lage hier bei uns vergleichen. Aber ist es wirklich eine ähnliche Situation? Ich hoffe, man wird für die Katalanen eine friedliche Lösung finden, Gewalt ist kein Mittel zur Lösung von Problemen.

Hier bei uns bereitet man sich auf des Laubhüttenfest vor, auf Sukkot. Schon kurz nach dem Ausgang des Jom Kippurs, hörte ich bei unseren Nachbarn eifriges Hammerschlagen. Sie hatten mit dem Bau ihrer Sukkah, der Laubhütte, begonnen. Hier in Jerusalem kann man diese Hütten jetzt fast überall sehen. Die Städte verteilen gratis die Palmenwedel für das Dach der Sukkah. Während des Festes sollen wir unsere Mahlzeiten in der Laubhütte zu uns nehmen, als Erinnerung an den 40-jährigen Auszug aus Ägypten, wo das Volk Israel nur in Laubhütten übernachtete. Ich finde, das ist ein schöner Brauch. Sukkot ist eines unserer Lieblingsfeste. Aber eigentlich mögen wir jedes Fest, wenn ich so darüber nachdenke.

Bei Neubauten für religiöse Juden wird darauf geachtet, dass die Balkons unter freiem Himmel stehen, um dort eine Sukka bauen zu können, wie hier in Beit Shemesh (Foto: Yaakov Lederman/Flash90)

Viele Menschen nutzen die Woche des Festes für Ausflüge. Viele fliegen auch ins Ausland, aber sehr viele verbringen die Zeit auch hier im Land. Es gibt zu Sukkot besonders viele Ereignisse. Jede Stadt bemüht sich, die Menschen mit besonders attraktive Veranstaltungen zu sich zu locken. Bei uns in Modiin wird es zum Beispiel wieder das schon traditionelle Zirkus-Festival geben, das sich mittlerweile im ganzen Land einen Namen gemacht hat. Sukkot ist eigentlich DIE Zeit, nach Israel zu kommen.

Die Stadt Modiin und ihr Bürgermeister werben für das nächste Zirkus-Festival

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und vor allem friedlichen Montag. Mehr wollen wir nicht. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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