Israel Heute Morgen

Bei uns zuhause war gestern wieder die Klimaanlage aktiv. Heute geht es um die Post. Ein paar Worte über unsere Post und die unangenehmen Folgen, wenn ein Brief zu spät kommt, lange Wartezeiten und eine App, die das vermeiden soll, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Bei uns zuhause war gestern wieder die Klimaanlage aktiv. Bei Temperaturen von um die 35 Grad hatten wir keine andere Wahl. In der Nacht „kühlte“ es sich auf sagenhafte 25 Grad ab. Ab morgen soll es dann langsam endlich wieder kühler werden. Doch auch am Neujahrsfest, das wir in der nächsten Woche feiern, werden die Temperaturen nicht unter die 30 Grad-Marke fallen. Der Sommer ist immer noch da.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Es bleibt überdurchschnittlich warm und trocken. An der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 34 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt nun bei -213.965 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern habe ich mich mal wieder über unsere Post ärgern können. Einen Brief zu spät zu bekommen, kann manchmal ernste Folgen mit sich ziehen. Nachdem der Beginn des Armeedienstes unserer Tochter um einen Monat aufgeschoben worden war, hatte sie nun einen weiteren Monat “Ferien” gewonnen. Einen neuen Termin zum Beginn des Armeedienstes hatte sie auch schon telefonisch erhalten. Als ich gestern unseren Briefkasten öffnete, war ein Brief der Armee dabei. Ich war mir sicher, dass es sich dabei um die neue aktuelle Aufforderung zum Beginn des Armeedienstes handelte. Doch dann kam die Überraschung. Es handelte sich um einen Brief vom 24. August. Er scheint fast 3 Wochen unterwegs gewesen zu sein. In dem Brief wurde unsere Tochter zu einer Untersuchung nach Jerusalem zur Rekrutierungsstelle eingeladen. Dann schauten wir auf den Termin: 12.9.2017 um 9:30. Na toll, sagte ich. Der Termin war ein paar Stunden bevor der Brief in unseren Briefkasten geworfen wurde. So war ich heute früh schon persönlich an der Rekrutierungsstelle und habe erklärt, warum unsere Tochter gestern nicht erschienen war. Man hat mich dann nur angelächelt und einen neuen Termin gegeben. Auch die neue Einzugsaufforderung habe ich mir dann gleich mit ausdrucken lassen, denn auch diese wird wohl erst in unserem Briefkasten landen, wenn unsere Tochter schon längst in Uniform sein wird.

Die Israelische Armee zeigt auf ihrem YouTube-Kanal das Jerusalemer Rekrutierungsbüro von innen:

Auf die Post ist also leider kein Verlass. Sie wird in unserem Stadtteil im besten Fall gerade mal zweimal in der Woche ausgetragen. Die Israelische Post hatte man in den letzten Jahren einer Reform unterzogen. Die Arbeit der Post sollte effektiver gestaltet werden. So kann man sich jetzt zum Beispiel mithilfe einer App für das Smartphone einen Termin bei der Post bestellen, um sich die ewig langen Wartezeiten zu ersparen. Und das funktioniert sogar erstaunlich gut. Denn wer sich keinen Termin besorgt hat, sollte bevor er zur Post geht Urlaub einreichen. Ich hatte einmal nicht weniger als 50 Kunden vor mir. Der Automat, der die Wartenummern verteilt, bot mir an, mir eine SMS zu schicken, wenn nur noch 5 Kunden vor mir sind. Ich habe darauf verzichtet.

Wer sich nicht rechtzeitig einen Termin bei der Post bestellt hat, kann oft sehr lange warten, wie hier in einer Postfiliale in Holon

Alles, was mit der Post nachhause zu tun hat, ist eine Katastrophe, jedenfalls bei uns in Modiin. In Jerusalem hatte ich das nicht so empfunden. Es ist doch eigentlich der Sinn der Post, den Bürgern die Briefe nachhause zu bringen. Einmal habe ich nicht nur eine Rechnung, sondern auch gleich noch die Ermahnung dafür erhalten, da ich die Rechnug nicht bezahlt hätte. Wie auch, wenn diese erst zusammen mit der Mahnung im Briefkasten landete.

Und dann gibt es noch etwas, was besonders auf israelischen Ämtern noch immer sehr gerne benutzt wird: Das Fax! Kennen Sie noch dieses altmodische Gerät? Auch die israelische Armee liebt es noch sehr. Als ich einmal wichtige Dokumente schicken wollte und fragte, ob ich diese per Email schicken könnte, wurde mir das Fax empfohlen. Dabei wurde ich daran erinnert, fünf Tage später noch einmal anzurufen, um nachzufragen, ob das Fax auch angekommen sei. Was soll ich dazu noch sagen.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Mittwoch. Haben Sie heute schon Post bekommen? Bald werden unsere Abonnenten die neue Ausgabe unseres Israel heute Magazins in ihren Briefkästen finden. Natürlich nur, wenn man sich bei Ihnen auf die Post verlassen kann. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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