Israel Heute Morgen

Einen „herbstlichen“ Freitagmorgen mit der Chance auf einige Regentropfen versprach man uns gestern in den Nachrichten für den ersten Tag des neuen Schuljahres. Ein paar Worte über Betonklötze in meiner Heimatstadt Oldenburg und die Angst vor Terror in Europa, der Einfluss islamischer Feiertage auf den israelischen Alltag und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Einen „herbstlichen“ Freitagmorgen mit der Chance auf einige Regentropfen versprach man uns gestern in den Nachrichten für den ersten Tag des neuen Schuljahres. Ich bin sehr gespannt, ob tatsächlich ein paar Tropfen vom Himmel fallen werden. Sicher ist, dass es deutlich kühler geworden ist, besonders am Abend und am frühen Morgen. In Jerusalem sollen die Temperaturen auf 17 Grad sinken, da beginnt man schon so langsam, an eine Jacke zu denken. Aber noch haben wir Sommer, am Shabbat soll es wieder etwas wärmer werden, aber dennoch bleibe ich optimistisch und behaupte, dass wir den härtesten Teil des Sommers hinter uns haben.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohne bedeutende Veränderungen der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt bei -213.855 m unter dem Meeresspiegel.

Auch wenn ich schon seit 29 Jahren in Israel lebe, lese ich noch regelmäßig die Nachrichten aus meiner Heimatstadt Oldenburg. Auch besuche ich meine dort lebende Mutter natürlich ein paar Male im Jahr. Aber auch sonst bin ich noch sehr mit „meinem“ Oldenburg verbunden. Gestern las ich nun einen Artikel über die Vorbereitungen zum Oldenburger Stadtfest. Aus reiner Vorsichtsmaßnahme, wie die Stadtverwaltung erklärte, wurden dafür nun an den Eingängen zur Fußgängerzone schwere Betonklötze aufgestellt, um eine eventuelle Autoattacke, wie sie in Berlin im letzten Jahr passiert war, zu verhindern. „Welcome to the Club“, dachte ich mir, als ich dann noch ein Video aus meiner Heimatstadt sah, dass zeigte, wie diese Betonklötze aufgestellt wurden.

Früher hätte ich es mir nie vorstellen können, dass die Angst vor dem Terror, die Terrorgefahr, auch Deutschland und sogar das doch recht kleine Oldenburg erreichen könnte. Ich hätte nie gedacht, dass wir uns hier in Israel einmal viel sicherer fühlen würden als in Europa. Dieses Gefühl hatte ich schon, als wir mit der ganzen Familie im letzten Jahr in Berlin und später Oldenburg waren. Als wir nach zehn Tagen wieder nachhause kamen, waren wir irgendwie erleichtert. Mittlerweile haben wir wohl alle verstanden, dass der Terror überall auf der Welt zuschlagen kann.

Hier bei uns ist es eigentlich sehr ruhig zur Zeit. In den Nachrichten wird vom Hurrikan in Texas und von Nordkorea gesprochen und vom Besuch des UNO Generalsekretärs in Israel berichtet. Und natürlich ist auch der Beginn des neuen Schuljahres ein wichtiges Thema in den letzten Tagen. Diesbezüglich las ich gestern eine Meldung, in der vor eventuellen Problemen im Busverkehr gewarnt wurde. Denn am Freitag, den ersten Schultag, beginnen die Moslems das Opferfest zu feiern, Eid al-Adha. 40% der Busfahrer in Israel seien Moslems, heißt es in der Meldung, daher könnte es zu Problemen im Busverkehr kommen, da viele Busfahrer fehlen werden. Die islamischen Feiertage haben oft auch Einfluss auf das allgemeine tägliche Leben in Israel. So gab im letzten Jahr an den Tagen um das islamische Neujahr herum einen Engpass in der Versorgung von Hühnerfleisch. Die meisten Angestellten der Schlachthäuser sind Moslems. Und da diese an den Tagen um den Feiertag herum frei hatten, gab es für ein paar Tage keine frischen Hähnchen zu kaufen.

Keine Hühnerschnitzel am islamischen Feiertag, die Fleischabteilung in unserem Supermarkt, Oktober 2016

Ist natürlich nicht so schlimm, aber zeigt, was für einen Einfluss die islamischen Feiertage auf unseren Alltag haben können, auf die israelische Wirtschaft. Ich beschwerte mich einmal über einen Bus, der nicht fuhr. Das war auch am Ramadan. Die Service-Dame am anderen Ende des Telefons sagte mir nur, ich müsse eben auch die moslemischen Feiertage respektieren, da gebe es eben einige Ausfälle im Fahrplan. Eigentlich bin ich ja der letzte, der die Feiertage einer Religion nicht respektieren würde. Aber ich denke schon, man könnte sich rechtzeitig darauf vorbereiten, es gibt ja auch jüdische Busfahrer.

Wie dem auch sei, ich wünsche den Moslems am Freitag ein frohes Fest, uns allen einen erfolgreichen ersten Schultag und Ihnen wünsche ich einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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