Israel Heute Morgen

Heute früh auf meinem Weg zur Redaktion habe ich die kühle Luft richtig genossen. Ein paar Worte über einen Tag, wo alle nur über Elor Azaria sprachen, die U-Boote, einem Kronzeugen und zehn Millionen Dollar, einen Brief der Armee an meinen Sohn und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh auf meinem Weg zur Redaktion habe ich die kühle Luft richtig genossen. Überhaupt waren die letzten Tage recht angenehm. am Abend kühlte es sich ab. Naja, so richtig kühl kann man das vielleicht nicht nennen, es waren so um die 22 Grad,. Meine Frau meinte, man würde schon den September spüren, die große Hitze scheine vorbei zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass die Tage jetzt wieder kürzer werden. Der nächste Shabbat wird schon vor 19 Uhr beginnen, das hatten wir schon lange nicht mehr. Morgen beginnt der August, der normalerweise als der heißeste Sommermonat bekannt ist, mal sehen, ob er mit dem Rekordjuli gleichziehen kann und der heißeste August in der Geschichte Israels sein wird. Auf jeden Fall wird es heute wieder wärmer.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten weiteren Anstieg der Temperaturen. Heiß und trocken im Landesinneren und in den Bergen, schwül an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 41 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.59 m unter dem Meeresspiegel.

Seit gestern beschäftigen sich die Medien fast nur mit einem Thema: Elor Azaria. Auch Sie kennen den Namen sicher schon. Elor Azaria wurde vom Gericht zu einer 18 monatigen Freiheitsstrafe verurteilt wegen Tötung eines bereits am Boden liegenden Terroristen in Hebron im März 2016. Gestern hat das Gericht nun den Einspruch von Azaria abgelehnt, die Strafe bleibt bei 18 Monaten. In zehn Tagen soll Elor Azaria die Haftstrafe beinnen. Seit Beginn der Verkündigung der Entscheidung des Militärgerichts wurde in den Medien live berichtet. Fast jede Minute gab es Benachrichtigungen im Handy, die Richter wurden zitiert. Am Ende wurde der Einspruch wie gesagt abgelehnt, allerdings wurde auch der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Strafe auf zweieinhalb Jahre zu erhöhen, nicht nachgekommen. Elor Azaria soll für 18 Monate ins Gefängnis. Über die Reaktionen der Politiker werde ich ihnen in unseren Nachrichten berichten. Hier möchte ich mich mit der „Begeisterung“ der Medien befassen. Das Thema Elor Azaria hat alle anderen Themen an den Rand verdrängt.

Die heutigen Titelseiten der Zeitungen – In allen Überschriften wird der Armeechef zitiert. Er werde eine Erleichterung der Strafe in Erwägung ziehen.

Die Zeitung Jediot Achronot widmet dem Thema Azaria die gesamte Titelseite, während die anderen Zeitungen, Maariv und Israel Hayom immerhin noch die Affäre um die deutschen U-Boote erwähnen. Erinnern Sie sich? Akte 3000.

Gestern Abend wurde in den Nachrichten allerdings wieder von dieser U-Boot Affäre berichtet. Die Betroffenen hätten es sicher lieber gehabt, wenn man sich weiter ausschließlich mit Elor Azaria befasst hätte. Nun wurde veröffentlicht, dass der Rechtsanwalt, ein Freund und Familienangehöriger Netanjahus, an diesem U-Boot Geschäft eine nette Stange Geld verdienen sollte. Hier geht es um Millionenbeträge, genauer gesagt um zehn Millionen Dollar. Diese Summe sollte er bekommen, wenn das Geschäft abgeschlossen werden würde. Da der Hauptverdächtige dieser Affäre, der als Vertreter des deutschen Schiffbaukonzerns Thyssen-Krupp fungierte, jetzt Kronzeuge geworden ist, kommen immer mehr unangenehme und belastende Dinge ans Tageslicht. Der Rechtsanwalt streitet jedoch weiterhin alles ab, alles sei rechtmäßig abgelaufen. Nun, wir werden sehen.

In etwas mehr als zwei Wochen werden wir unsere Tochter nach Jerusalem begleiten, wo sie dann ihren Armeedienst beginnen wird. Als ich heute in aller früh unseren Briefkasten öffnete, war ich überrascht, einen weiteren Brief der Armee zu finden. Ich fragte mich, ob er etwas mit dem Datum des Dienstbeginns meiner Tochter zu tun hätte. Doch dann sah ich, dass der Brief gar nicht für meine Tochter ist, sondern für meinen jüngsten Sohn! Im April ist er gerade Mal 16 geworden, jetzt wird er von der Armee bereits zu einem ersten Treffen geladen, wo er eingeschrieben werden wird und erste Untersuchungen gemacht werden sollen. Tja, wir Eltern werden eben immer älter, unsere Kinder werden erwachsen. Ist dennoch ein komisches Gefühl manchmal.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und friedlichen Montag, viel Spaß bei der Arbeit. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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