Israel Heute Morgen

Ich brauche eigentlich gar nicht mehr über das Wetter zu reden. Jetzt im Sommer ist es was jeden Tag gleich. Ein paar Worte über Kopfschmerzen, besonders die der Verdächtigten der sogenannten „Akte 3000“ Affäre um U-Boote aus Deutschland, geschlossene Restaurants und den 17. des Monats Tamuz, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Ich brauche eigentlich gar nicht mehr über das Wetter zu reden. Jetzt im Sommer ist es was jeden Tag gleich. Mal etwas wärmer, mal etwas weniger warm, aber immer warm, und an der Küste sehr schwül. Eine Hitzewelle löst die andere ab. Israel ist eben ein heißes Land.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Es ist weiterhin sehr heiß und trocken (Sharav) im Landesinneren und in den Bergen, schwül an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 32 Grad, Tiberias am See Genezareth 41 Grad, am Toten Meer 43 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.415 m unter dem Meeresspiegel.

Ich vermisse schon die frische Luft, denn auch Abends ist es immer noch warm. Da hilft dann nur die Klimaanlage, aber so gesund ist das dann auch wieder nicht, diese Temperaturunterschiede. Heute bin ich mit Kopfschmerzen aufgewacht.

Aber noch viel mehr Kopfschmerzen als ich werden wohl die Beteiligten an der Korruptionsaffäre um den Kauf der U-Boote aus Deutschland bekommen haben. Diese Affäre hat den Namen „Akte 3000“ erhalten, nach den Akten 1000 (Geschenke) und 2000 (Die Affäre um die Zeitung Israel Hayom und die Gespräche mit Arnon Moses von der Zeitung Jediot Achronot), bei denen Ministerpräsident Netanjahu auch schon einige Male verhört wurde. Doch diesmal soll Netanjahu nicht unter den Verdächtigen sein. Wohl aber sein langjähriger Anwalt und Verwandter David Shimron, der unter Hausarrest gestellt wurde. Auch fünf weitere Personen wurden festgenommen. Und heute wurde gemeldet, dass der ehemalige Befehlshaber der Marine zu der Affäre verhört worden ist. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die ganze Wahrheit ans Licht kommen wird. Momentan weisen alle die Beschuldigungen ab. Schade, dass wir hier in Israel immer wieder von neuen Fällen der Korruption hören müssen. Im Gegensatz zu mir, wird eine Kopfschmerztablette wohl kaum hilfreich sein.

Als ich gestern auf dem Heimweg war, fiel mir auf, dass viele Geschäfte, besonders Restaurants geschlossen hatten. Und das am späten Nachmittag. Das kam mir eigenartig vor. Ich kenne das vom Abend vor dem 9. des Monats Av, wo der Zerstörung des Tempels gedacht wird. Dieser Tag ist ein Fastentag. Aber der ist doch erst Anfang August, dachte ich mir, und griff zu meinem Handy, um zu sehen, ob ich vielleicht einen weiteren Fastentag vergessen hätte. Tja, so war es dann auch. Gestern war der 17. des Monats Tamuz. Dieser Tag ist der erste Fastentag, der in der Bibel erwähnt wird. Und auch er hat mit der Zerstörung des Tempels zu tun. An diesem Tag wurde die Mauer Jerusalems durch die Babylonier durchbrochen. Juda wurde besetzt und die Juden nach Babylonien verschleppt. Die Geräte aus dem Tempel wurden gestohlen. Ich habe also wieder etwas neues dazugelernt.

Das folgende Video erklärt uns, was noch alles am 17. Tamuz geschehen ist. Es war irgendwie kein guter Tag für die Juden.

Eigentlich hätte ich das schon längst wissen sollen. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass so viele Geschäfte auch früher an diesen Fastentagen, die hauptsächlich von den religiösen Juden befolgt werden, geschlossen wurden. Mir war das damals nicht aufgefallen. Am Abend des 9. Av sind dann noch viel mehr Geschäfte geschlossen. Ich wollte einmal einkaufen gehen und fand unser großes Einkaufszentrum dann verschlossen vor. Ich hatte nicht daran gedacht, dass Tisha beAv ist, der 9. des Monats Av. Gestern war also der 17 des Monats Tamuz. Zum Glück steht unsere Stadt Jerusalem wieder, sie ist vereinigt und die Juden sind zurückgekehrt. Ich müsste mal wieder etwas durch die Altstadt und das Jüdische Viertel spazieren. Das werde ich dann zusammen mit Ihnen machen.

Heute ist es zum Spazierengehen aber vielleicht etwas zu heiß. Außerdem müssen wir die neue August/September-Ausgabe von Israel Heute fertigstellen. Aber danach können wir mal wieder einen Spaziergang unternehmen. Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Mittwoch (das Wochenende kommt inner näher), machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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