Israel Heute Morgen

Es wird wieder wärmer, dass habe ich schon heute früh gemerkt. Ein paar Worte über die Hitze im Land, billige Cafe-Ketten, die in Israel für eine Revolution gesorgt haben, die Themen des Tages und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Es wird wieder wärmer, dass habe ich schon heute früh gemerkt. Auch die Nacht war alles andere als kühl. Bei uns in Modiin blieb das Thermometer bei 25 Grad stehen. Heute soll es sehr warm werden, eine neue Hitzewelle steht bevor, die bis zum Donnerstag andauern soll. Das heißt natürlich nicht, dass es danach kühl wird, es wird nur weniger heiß sein.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Überdurchschnittlich heiß im Landesinneren und in den Bergen, schwül an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 41 Grad, am Toten Meer 42 Grad, Eilat am Roten Meer 43 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.395 m unter dem Meeresspiegel.

Eigentlich habe ich mich an die Hitze des Sommers schon gewöhnt. Es ist ja nichts neues für mich, immerhin lebe ich schon seit 29 Jahren hier. Früher, als ich noch in Deutschland lebte, war das anders. Alles was über 25 Grad war, war für mich schon zu warm. Das lag wohl auch daran, dass es dort keine Klimaanlagen gab und dass es auch immer sehr schwül war, so wie es auch in Tel Aviv der Fall ist. Da macht die Hitze keinen Spaß, es sei denn, man sitzt am Strand und im Wasser. Hier in Jerusalem kann man die Hitze ganz gut aushalten, man kommt nicht so schnell ins Schwitzen. Aber bei Temperaturen um die 35 Grad bin ich schon froh, im Büro oder zuhause eine Klimaanlage zu haben.

Wenn ich bei der Hitze in der Stadt bin, kaufe ich mehr gern mal einen Eiskaffee zum Abkühlen. Bis vor etwas mehr als drei Jahren war das eine teure Sache, unter 15 Shekel war kaum etwas zu bekommen, auch ein Kaffee, den ich gerne mal unterwegs trinke, hatte mindestens 12 Shekel gekostet. Das war wie gesagt vor ungefähr drei Jahren. Dann änderte sich die Situation dank einer neuen Kette mit dem Namen „Cofix“. Ich glaube, ich habe Ihnen diese Kette schon einmal auf einem unserer Spaziergänge gezeigt. Bei Cofix kosteten alle Produkte, Kaffee, Kuchen, Eiskaffee und vieles mehr, nur 5 Shekel! Das hatte einen großen Einfluss auf die anderen viel teureren Cafe-Ketten, die sich schwer taten, die Preise zu senken. Die beliebte Coffeeshop-Kette Aroma, die ich auch heute sehr schätze, senkte den Preis für einen kleinen Kaffee immerhin auf 8 Shekel. Und ich muß fairer halber auch zugeben, dass mir der Kaffee von Aroma am besten schmeckt. Aber zurück zu Cofix . Diese neue Kette war ein großer Erfolg. Endlich konnte man sich in der Stadt mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen erlauben, ohner viel darüber nachzudenken. Nach kurzer Zeit öffnete eine weitere Kette ihre ersten Filialen. Es waren ehemalige Mitarbeiter von Cofix, die sich selbststöndig machten und die Kette mit dem ähnlichen Namen „Cofizz“ gründeten. Das Konzet wa des gleiche. 5 Shekel für alles.

Cofix und Cofizz. Kaffee für jeden

Vor einem halben Jahr gab es dann eine dramatische Meldung: Cofix erhöht die Preise, Statt 5 Shekel werden die Produkte jetzt 6 Shekel kosten. Eigentlich doch gar nicht so schlimm, was ist schon ein Shekel? Doch diese Meldung kam sogar in die Hauptnachrichten aller Fernsehsender. Hatte Cofix bei der Eröffnung doch versprochen, alle Produkte für 5 Shekel zu verkaufen. Doch nach drei Jahren hatte man dort wohl verstanden, dass man mit 5 Shekeln auf Dauer nicht bestehen kann. Auch der israelische Verbraucher “schluckte” die Preiserhöhung, die anderen Ketten zogen selbstverständlich nach. Cofix in den Schlagzeilen, nachdem die Preise um einen Shekel erhöht wurden

Ich gehe auch heute immer wieder gerne zu Cofix oder Cofizz. Beide Ketten hatten sich am Anfang noch gestritten, bis ein Gericht entschied, dass Cofizz keine Rechte und Ideen geklaut hat. Heute bestehen sie friedlich nebeneinander. Auch andere Betreiber haben Coffee-Shops eröffnet mit einem ähnlichen Konzept. Am Zentralen Busbahnhof hier in Jerusalem gibt es sogar einen Laden, der noch immer alles für 5 Shekel anbietet. Kaffeetrinken ist hier in Israel also kein Problem mehr. Und wer lieber einen Hamburger billig essen will, kann das seit einiger Zeit bei der Kette mit dem Namen “Shmone” (Acht) machen. Dort kosten alle Hamburger und andere Sachen, wie der Name sagt, 8 Shekel. Es ist also nicht mehr alles so teuer hier in Israel. Kaum zu glauben, dass man früher für einen Kaffee und ein Stück Kuchen um die 30 Shekel bezahlen musste.

Dass ich heute über Kaffee und Kuchen schreibe heißt natürlich nicht, dass hier bei uns nichts los ist. Heute wählt zum Beispiel die Arbeitspartei ihren neuen Parteivorsitzenden. Das wird entweder der ehemalige Vorsitzende und frühere Verteidigungsminister Amir Peretz sein oder das neue Parteimitglied Avi Gabai, der von der Partei „Kulanu“ von Finanzminister Moshe Kachlon zur Arbeitspartei gewechselt war. Peretz und Gabai hatten die erste Wahlrunde mit den zwei besten Ergebnissen abgeschlossen und stehen sich heute in der Stichwahl gegenüber. Über das Ergebnis der Wahl werden wie sie dann später informieren. Dann haben wir die nicht endende Geschichte umdie Abteilung für die krebskranken Kinder in Jerusalem. Gestern hat das Oberste Gericht entschieden, dass keine neue Abteilung im Shaarei Zedek Krankenhaus eröffnet werden wird. Die Eltern der Kinder kündigten an an, ihren Kampf weiterzuführen. Schade, dass es keine Einigung gegeben hat. Langsam wird diese Krise sehr unangenehm. Ich sehe nicht, wie man hier eine Lösung finden soll, die für alle Seiten akzeptabel ist. Auch wird weiter über die letzte Entscheidung von UNESCO gesprochen. Daher habe ich heute als Titelbild ein Foto aus Hebron gewählt.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag und einen guten Start in die neue Arbeitswoche. Bei uns bemühen wir uns, die neue Ausgabe unseres Magazins noch in dieser Woche in den Druck zu schicken, so dass unsere Leser schon bald die August/September Ausgabe in ihren Briefkästen finden werden. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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