Israel Heute Morgen

Es ist etwas „kühler“ geworden. In Jerusalem werden heute „nur“ 31 Grad erwartet. Ein paar Worte über zwei Demonstrationen in Jerusalem und einem schrecklichen Verkehrsunfall mit 7 Toten, alle Mitglieder einer Familie, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Es ist etwas „kühler“ geworden. In Jerusalem werden heute „nur“ 31 Grad erwartet, erfrischend ist das nicht. Allerdings bin ich froh, nicht in Tel Aviv zu sein. Dort ist es wohl etwas kühler, aber mit einer Luftfeuchtigkeit von 70 % ist es dort alles andere als angenehm.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Weiterhin überdurchschnittlich warm und trocken im Landesinneren und in den Bergen. An der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 41 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.315 m unter dem Meeresspiegel.

Trotz der leichten Abkühlung waren die Gemüter hier in Jerusalem gestern sehr erhitzt. In der Stadt haben gleich zwei Demonstrationen stattgefunden. Im Streit um die Hämatologie- und Onkologie-Abteilung für krebskranke Kinder im Hadassah-Krankenhaus (siehe Artikel) hat man noch immer keine Lösung finden können, ganz im Gegenteil. Dieses schmerzliche Thema hat sich zu einer der schlimmsten Krisen des israelischen Gesundheitssystems entwickelt. Einige der Eltern der krebskranken Kinder, die bisher im Hadassa-Krankenhaus behandelt wurden und nach dem Inkrafttreten der Kündigungen der Ärzte der Abteilung ohne Behandlung sind, haben vor drei Tagen, mit einem Hungerstreik begonnen. Sie Fordern die Errichtung einer Hämatologie- und Onkologie-Abteilung im Shaarei-Zedek-Krankenhaus. Gestern solte das Oberste Gericht eine Entscheidung fällen, doch die Eltern wurden enttäuscht. Das Gericht entschied, einen Vermittlungsprozess zu beginnen. Es kam zu erregten Szenen im Gerichtsgebäude. Kinder weinten, denn sie wollen einfach nur zurück zu ihren Ärzten. Die Ärzte waren im Streit mit dem Leiter des Hadassah-Krankenhauses, daher glaubt niemand, dass sie dorthin zurückkehren werden. Die Eltern scheinen sehr entschlossen zu sein. Ich bin sehr neugierig, wie es jetzt weitergehen soll. Ich hoffe, man wird sich trotz allem schnell einigen können.

Die Eltern und ihre kranken Kinder demonstrierten gestern auch am Eingang nach Jerusalem

Am späten Nachmittag begann dann eine weitere Demonstration, diesmal waren es wieder die Behinderten, der eine Erhöhung der monatlichen Unterstützung fordern (siehe Artikel). Wohl hatte die Regierung entschieden, die monatliche Zahlung stufenweise auf 4000 Shekel zu erhöhen, aber nicht für alle, sondern nur für die schweren Fälle. Damit gab man sich nicht zufrieden, die Behinderten versammelten sich vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Netanjahu. Die Demonstration wurde zum Teil sehr emotionell und es sah fast so aus, als würde man die Kontrolle verlieren. Einige der Behinderten drohten damit, sich anzuzünden, sie sehen keine Zukunft mehr in ihrer momentanen Situation. Auch eine Puppe auf einem Rollstuhl wurde symbolisch in Brand gesteckt, es waren traurige Anblicke.

Demonstration der Behinderten, gestern in Jerusalem

Und wenn man damit nicht schon genug Probleme hat, gab es später noch eine tragische Meldung von einem Verkehrsunfall auf der Straße 60 südlich von Ofra in Samaria. Ein vollbesetzter arabischer Minibus war mit hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem Bus zusammengestoßen. Insgesamt sieben Menschen, alles Insassen des Minibusses, kamen dabei ums Leben, darunter eine Mutter und sechs ihrer Kinder. Das ist einfach nur schrecklich. Der Minibus ist mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit gefahren. Im Radio hörte ich heute früh einen Bericht, in dem ein Familienangehöriger der Opfer die Palästinensische Autonomiebehörde mit für den Unfall beschuldigte. Es würde einfach nichts für die Sicherheit auf den Strassen getan werden, stattdessen würde man sich nur mit Politik beschäftigen. Seit Beginn des Jahres sind auf den Strassen Israels bereits 188 Menschen ums Leben gekommen.

Der Unfall gestern bei Oftra, eine ganze Familie ist ausgelöscht worden

Auf eine Zeit mit erfreulicheren Nachrichten hoffend wünsche ich Ihnen nun einen angenehmen und ruhigen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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