Israel Heute Morgen

Es wird immer wärmer. Ich wage zu behaupten, dass hier bei uns der Sommer begonnen hat. Ein paar Worte über den Besuch des deutschen Bundespräsidenten in Israel und die besonderen Beziehungen zwischen unseren Ländern, ein tragischer Unfall in der Wüste und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Es wird immer wärmer. Ich wage zu behaupten, dass hier bei uns der Sommer begonnen hat. Am See Genezareth, am Toten Meer und in Eilat wird es heute brütend heiß. Am See Genezareth ist die Luftfeuchtigkeit immer am höchsten, da machen dann die heute zu erwartenden Höchsttemperaturen von 36 Grad keinen Spaß. Im Sommer streiche ich Tiberias immer aus meinem Lexikon. Da bin ich lieber in Eilat, wo es sehr trocken ist. Aber ich gebe zu, dass man bei 38 Grad doch lieber in der Nähe einer Klimaamlage bleiben möchte. Der Sommer 2017 ist da.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meist sonnig mit einem deutlichen Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth bleibt unverändert und liegt bei -212.96 m unter dem Meeresspiegel.

Ich hoffe, dass der deutsche Bundespräsidenten Steinmeier, der gerade hier bei uns zu Besuch ist, mit der Hitze klar kommt. Es sieht so aus, als käme er gut damit zurecht, Nach dem diplomatischen Vorfall mit dem deutschen Außenminister Gabriel waren die Gemüter eh schon erhitzt. Steinmeier entschloss sich dennoch zu diesem Besuch, gerade jetzt. Das sagte er auch gestern während seiner Rede in der Hebräischen Universität von Jerusalem. Genau dort hatte er vor zwei Jahren als Außenminister die Doktorwürde erhalten. Viele hätten ihm abgeraten, Israel gerade jetzt einen Besuch abzustatten, doch hätte er sich für den Besuch entschieden, da ihm die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland wichtig seien. Dass muss nun nicht heißen, dass er die Entscheidung Netanjahus, Gabriel nicht zu empfangen, unterstützen würde. Auch in Deutschland waren die Meinungen darüber geteilt, so habe ich es jedenfalls empfunden. Steinmeier war schon oft in Israel, die deutsch-israelischen Beziehungen sind ihm wichtig. Ich kann nur hoffen, dass mit diesem Besuch die Beziehungen wieder auf die richtige Bahn kommen werden. Denn unsere beiden Länder verbindet eine grausame Vergangenheit, der man nicht entfliehen kann. Sie wird uns immer miteinander verbinden. Steinmeier sagte gestern: „Die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland werden immer etwas besonderes sein. Das dürfen wir nie vergessen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass unsere Freundschaft, die auf den Trümmern der Vergangenheit aufgebaut worden ist, an Bedeutung verliert oder uns fremd wird.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

Video: Warme Worte. Bundespräsident Steinmeier trifft Ministerpräsident Netanjahu

Mir hat gefallen, dass Steinmeier auf Englisch gesprochen hat, es ist viel besser, wenn man direkt miteinander sprechen kann, als über einen Dolmetscher.

Wie wichtig ein gutes Mobilfunknetz ist, haben wir gestern gelernt. Leider gibt es in Israel einige Stellen, wo man mit dem Handy keinen Empfang hat. Am Samstagabend ereignete sich im Negev ein tragischer Unfall. Ein um die 70 Jahre altes Ehepaar war mit dem Auto unterwegs, als der Fahrer plötzlich die Kontrolle verlor. Das Auto überschlug sich. Der Fahrer kam ums Leben. Seine Frau überlebte den Unfall. Sie versuchte, mit ihrem Handy Hilfe anzufordern, doch vergeblich. Sie befand sich in einem Gebiet ohne Empfang. Stundenlang versucht sie immer wieder, auch per SMS und WhatsApp, die Rettungskräfte zu alarmieren. Erst nach zehn Stunden wurde das verunglückte Auto entdeckt. Die Frau hatte sich mit Nylontüten warmgehalten, denn in der Wüste ist es in der Nacht sehr kalt. Gestern erzählte sie ihre Geschichte. Ihr Mann war ein Mitbegründer des Moshavs Ein Yahav in der Arava Wüste. Eine tragische Geschichte. Vielleicht müsste man dort, wo kein Mobilfunkempfang ist, wieder diese Notrufsäulen aufstellen. An die kann ich mich noch gut aus meiner Jugendzeit in Deutschland erinnern. Wann werden wir endlich weniger Verkehrsunfälle haben?

Und nun muss ich mich wieder der Arbeit an unserer nächsten Ausgabe des Israel Heute Magazins widmen, die Zeit drängt. Sie wissen ja, die nächste Ausgabe wird eine ganz besondere Ausgabe sein, eine Jerusalem-Ausgabe. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Montag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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