Israel Heute Morgen

Bevor ich heute früh aus dem Haus ging, habe ich mir erst einmal meinen Regenschirm aus dem Keller geholt. Ein paar Worte über die einzigartige Natur in Modiin, die Annäherung Schwedens und anderer europäischer Länder zum Iran, Netanjahu und der bevorstehende Besuch bei Präsident Donald Trump.

Guten Morgen liebe Leser!

Bevor ich heute früh aus dem Haus ging, habe ich mir erst einmal meinen Regenschirm aus dem Keller geholt. Denn ich wurde heute nicht wie sonst von meinem Wecker, sondern von einem Bitz und dem darauffolgenden Donner geweckt. Und dann begann es, in Strömen zu gießen. Auch während meiner Fahrt nach Jerusalem hatte der Regen keine Pause eingelegt. Als ich dann dank meines Regenschirms relativ trocken mein Büro erreicht hatte, schien draußen plötzlich die Sonne. Der Himmel war und ist noch immer strahlend blau. Wie ungerecht.

Aber den Wettervorhersagen zufolge soll das Regenwetter noch bis Mittwoch anhalten. Auch soll es wieder kälter werden. Am frühen Morgen war es an der Küstenstraße derartig kalt, dass sich Eis auf der Strasse gebildet hatte.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer und Gewitter vom Norden bis zur nördlichen Negev-Wüste. Gefahr von Überflutung der Wadis. Temperaturrückgang. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad , am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um einen weiteren Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.30 m unter dem Meeresspiegel.

Am Wochenende war das Wetter wunderbar. Wir hatten bei uns in Modiin fast sommerliche Temperaturen, naja, fast, um die 21 Grad. Und wie ich Ihnen ja am Freitag schrieb, hatten wir gestern “Tu beShvat”, das Neujahrsfest der Bäume. Das tolle Wetter hat tausende Menschen in die Natur gezogen. Bei uns Zuhause, direkt gegenüber, befinden sich die sogenannten “südlichen Hügel”, das sind die Hügel, wo ich oft die Kühe von meinem Garten aus bewundern kann. Und genau dort hat gestern die schon traditionelle Wanderung in den Hügeln stattgefunden. Hunderte Familien waren gekommen, um den Tag in der Natur zu genießen. Diese Hügel sind eine einzigartige Landschaft, die es hier im Zentrum des Landes kaum noch gibt. Wir müssen dieses Stück Natur bewahren, denn in der Schublade der Stadt Modiin gibt es Pläne, dort später einmal ein neues Stadtviertel zu bauen. Dazu darf es einfach nicht kommen. Schauen Sie sich selbst an, wie schön es dort ist. Ich bin so dankbar, dass dort mein Zuhause ist.

Während meiner Fahrt nach Jerusalem habe ich im Radio einen Bericht über den Besuch des schwedischen Ministerpräsidenten im Iran gehört. Ich begann mir, Gedanken zu machen, was wohl in seinem Kopf vorgehen würde. Wie kann es sein, dass einem Land, dass gerade vor kurzem wieder mit der Vernichtung Israels und der Vereinigten Staaten gedroht hatte, eine derartige Ehre erwiesen wird? Schweden ist da natürlich nicht allein, auch der damalige deutsche Wirtschafts- und heutige Außenminister Sigmar Gabriel konnte es im letzten Jahr kaum erwarten, in den Iran zu reisen. Wenn es ums Geld geht, scheinen alle Mittel recht zu sein. Ich bin sehr besorgt um die Entwicklung in Europa. Es sieht nicht gut aus. Und Schweden? Dort scheint es ernsthafte Probleme zu geben. Es wurde berichtet, dass fast 10 Prozent der schwedischen Bevölkerung aus muslimischen Flüchtlingen bestehe. Um damit fertigzuwerden, hätte Schweden mit Sparmaßnahmen begonnen und Sozialleistungen gestrichen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Iran möchte man die wirtschaftliche Situation verbessern. Ich verstehe das nicht.

In dieser Woche wird unser Ministerpräsident sich mit US-Präsident Donald Trump treffen. Ich bin schon sehr gespannt, über was sich die beiden unterhalten werden. Schon gestern las ich, dass Trump mit dem versprochenen Umzug der Botschaft nach Jerusalem jetzt doch lieber warten möchte. Diese Meldung kam, nachdem er sich mit dem jordanischen König Abdallah getroffen hatte. Ob Trump auch nach dem Treffen mit Netanjahu noch immer unser bester Freund sein wird?

Und jetzt geht es an die Arbeit, die neue Ausgabe des Magazins ist fast fertig, letzte Schliffe müssen getätigt werden, damit wir dann wieder Pizza in der Redaktion essen können. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und ruhigen Sonntag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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