Israel Heute Morgen

Meine heutige Fahrt von Modiin nach Jerusalem ist eine ganz besondere Fahrt gewesen, ich werde sie wohl nie vergessen. Ein paar Worte über einen Tunnel, der morgen für den Verkehr eröffnet werden wird und den Abschied von der alten Strasse 1, die Diskussionen über die Unruhen gestern im Beduinen-Dorf und der tragische Tod des Polizisten Erez Levi und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Meine heutige Fahrt von Modiin nach Jerusalem ist eine ganz besondere Fahrt gewesen, ich werde sie wohl nie vergessen. Denn die Strecke, die ich heute und in den vergangenen 24 Jahren, seitdem ich ein Auto besitze, gefahren bin, werde ich so nie wieder fahren. Nie mehr werde ich die Steigung bei Mevasseret Zion befahren, „HaKastel“ genannt. In der Vergangenheit, als die Autos noch nicht so gut waren, sind dort haufenweise Autofahrer steckengeblieben, da der Motor ihrer Autos wegen der erheblichen Steigung überhitzt war. Auch ich erinnere mich an zwei Fällen, wo ich eine Pause einlegen musste, da sich der Motor meines Autos erhitzt hatte. Ich habe diese Steigung nie gemocht. Besonders, wenn man von Jerusalem nach Tel Aviv fuhr, war es besonders schwer, man konnte nur sehr langsam den Berg hochfahren. So begannen die Fahrten nach Tel Aviv. Doch damit ist jetzt Schluss. Heute wird der neue Tunnel, der durch den Berg führt, feierlich eingeweiht werden, ab morgen ist er dann für den Verkehr geöffnet. Ganze 7 Minuten soll die Fahrt nach Jerusalem dadurch verkürzt werden. Am Sonntag werde ich Ihnen dann von meiner ersten Fahrt durch den Tunnel erzählen. Wie dieser Tunnel aussieht, können Sie im folgenden Video sehen (das Video ist auf Hebräisch, aber das macht nichts, ich habe Ihnen ja schon erklärt, worum es geht).

Heute früh war es in den Bergen vor Jerusalem sehr nebelig. Jetzt hat die Sonne es geschafft, den Nebel aufzulösen und es ist recht angenehm draußen. Die letzten Tage waren sehr sonnig und nicht mehr so kalt. Jetzt sehe ich draußen einige graue Wolken, für das Wochenende hat man uns etwas Regen angekündigt, aber mehr im Norden als hier bei uns.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt. Etwas kühler. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad , am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.505 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern wurde in den Nachrichten fast nur von dem Vorfall im Negev gesprochen, wo ein israelischer Polizist von einem Beduinen überfahren worden ist. Die Polizei war dabei, illegal gebaute Häuser in einem Beduinen-Dorf zu räumen und abzureißen. Dabei war es zu Unruhen zwischen der Politei und den Dorfbewohnern gekommen. Diese bekamen Unterstützung vom arabischen Knesset-Abgeordneten der „Gemeinsamen Liste“, Ayman Ude, der bei den Unruhen leicht am Kopf verletzt wurde. Nun diskutiert man, ob es sich bei dem Vorfall um einen Terroranschlag, wie es die Polizei sagte, gehandelt hat oder um einen tragischen Unfall. Man fragt sich, ob die Schüsse auf den Beduinen schon bevor er auf die Polizisten zugerast ist geschossen hatten oder erst danach. Ist er vielleicht erst verletzt worden und hatte dadurch die Kontrolle über das Auto verloren? Oder erkannten die Polizisten die Gefahr rechtzeitig, so dass sie mit ihren Schüssen Schlimmeres verhindert hatten? Die meisten sind der Meinung, dass es sich um einen Terroranschlag gehandelt hätte. Der Beduine, oder auch Terrorist, sei Mitglied der Islamischen Bewegung gewesen. Er war Mathematiklehrer, hätte seinen Schülern aber auch andere Dinge gelehrt. Die Schule, in der er unterrichtet hatte, sei dafür bekannt gewesen, die Ideologie des Islamischen Staates zu lehren. Vor etwa einem Jahr seien Lehrer der Schule wegen Hetzreden zur Gewalt und Verherrlichung eines Terroristen festgenommen worden.

Bild: Beerdigung des Polizisten Erez Levi, gestern (Flash90)

Der 34-jährige Polizist, Erez Levi, war verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern. Noch gestern ist er in seiner Heimatstadt Yavne beerdigt worden. Ich weiß nicht, wie seine Frau damit fertig werden kann. Ich kann ihr nur viel Kraft wünschen.

Ich wäre glücklich, wenn ich Ihnen von schöneren Dingen erzählen könnte und hoffe, das dies die letzte Beerdigung war, dir ich hier erwähne. Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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