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Israel greift Huthi-Stützpunkt im Hafen von Hodeida an

Netanjahu und Katz überwachten die Operation in Tel Aviv – Israel wirft den Huthis vor, iranische Waffen über Hodeida einzuschleusen.

Ein Kampfflugzeug der Israelischen Luftwaffe beim Start zu einem Einsatz über huthi-kontrolliertem Gebiet, 16. September 2025. Foto: IDF.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben am 16. September 2025 ein Ziel im Hafen von Hodeida im Huthi-kontrollierten Jemen angegriffen. Nach Militärangaben handelte es sich um eine „militärische Infrastruktur“, die von den Huthis genutzt worden sei, um über den Iran gelieferte Waffen in den Jemen einzuschleusen und von dort Angriffe gegen Israel und seine Verbündeten zu koordinieren.


Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, der Schlag diene dazu, „die Aufrechterhaltung der See- und Luftblockade“ gegen die Huthi-Terrororganisation zu gewährleisten. Der Angriff sei eine direkte Antwort auf die wiederholten Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Jemen. „Die Huthis werden für jeden Versuch, Israel anzugreifen, einen hohen Preis zahlen“, so Katz.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verfolgte die Operation gemeinsam mit Katz, hohen Sicherheitsbeamten und IDF-Kommandeuren aus dem Kommandozentrum in Tel Aviv. „Unsere Streitkräfte operieren an mehreren Fronten“, erklärte er. „Soeben haben unsere Piloten den Hafen von Hodeida getroffen – den Hauptnachschubhafen des Huthi-Regimes. Gleichzeitig operieren wir in Gaza City mit dem Ziel, den Feind zu besiegen und die Zivilbevölkerung aus den Kampfgebieten herauszuführen.“

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Mitte) und Verteidigungsminister Israel Katz (rechts) im Kommandobunker der Kirya in Tel Aviv am 16. September 2025. Foto: Maayan Toaff / GPO.

Evakuierungswarnung vor dem Angriff

Kurz vor der Operation hatte Oberst Avichay Adraee, Leiter der arabischen Medienabteilung im IDF-Sprecherbüro, auf der Plattform X eine Evakuierungswarnung in Arabisch veröffentlicht. Dazu stellte er eine Karte des Zielgebiets online. „Zu Ihrer Sicherheit fordern wir alle Personen am Hafen von Hodeida und die dort vor Anker liegenden Schiffe auf, das Gebiet sofort zu verlassen“, schrieb Adraee. Wer bleibe, setze sein Leben aufs Spiel.

Vergeltung aus dem Jemen

Noch am selben Tag löste eine Rakete aus dem Jemen Luftalarm in Zentralisrael aus. Die Luftabwehr fing das Geschoss ab; es gab keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Bereits am Wochenende hatte die Luftwaffe eine Drohne und eine ballistische Rakete aus dem Jemen abgefangen. Letztere hatte in der Nacht Sirenen in Tel Aviv und anderen Städten ausgelöst und Millionen Menschen in die Schutzräume gezwungen. Die Huthis behaupteten, Ziel des Angriffs sei das „besetzte Jaffa“ gewesen, und gaben an, der Sprengkopf sei mit Splittermunition ausgestattet gewesen.

Auch in den Tagen zuvor war es zu Angriffen und Gegenangriffen gekommen. Am 10. September traf die IDF nach eigenen Angaben militärische Anlagen der Huthis in Sanaa und Al Jawf, darunter Lager, ein PR-Hauptquartier sowie ein Treibstoffdepot. Ende August war bei einem israelischen Schlag in Sanaa der huthi-politische Premier Ahmed al-Rahawi getötet worden. Netanjahu erklärte damals: „Wer uns angreift – wir werden ihn erreichen.“

 

Israelische Begründung

Das Militär betonte erneut, die Huthis handelten „unter der Leitung und Finanzierung des iranischen Regimes“. Sie nutzten den maritimen Raum, um ihre Schlagkraft auszubauen und internationale Schifffahrtsrouten zu bedrohen. Israel begründet seine Angriffe mit der Notwendigkeit, diese Aktivitäten zu unterbinden und die Sicherheit des eigenen Landes wie auch die freie Schifffahrt zu gewährleisten.

 

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Patrick Callahan

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