Iraker gründen „Virtuelle Botschaft“ in Israel

In der arabischen Welt verändert sich die Einstellung zu Israel sehr schnell. Sogar im Irak, der damals Raketen auf Israel abfeuerte.

von | | Themen: Irak

In der arabischen Welt verändert sich die Einstellung zu Israel. Das liegt viel an der Tatsache, dass man mit dem Iran einen gemeinsamen Feind hat. Aber es liegt natürlich auch daran, dass es die durchschnittlichen Araber endlich begriffen haben, der der jüdische Staat nicht ihr Feind ist (dazu kommt die gravierend abnehmende Unterstützung der „palästinensischen Angelegenheit“, dessen Ziel noch immer die Zerstörung Israels ist).

Vor zwanzig Jahren wäre der Irak in der arabischen Welt als einer der hartnäckigsten Feinde Israels angesehen worden. Unter der Herrschaft Saddam Husseins hatte der Irak dutzende ballistischer Raketen auf Tel Aviv abgefeuert, ein direkter Angriff, wie es nur sehr wenig andere arabische Staaten wagten.

Heute gibt es jedoch immer wieder Beweise dafür, dass durchschnittliche Iraker eine positive Einstellung zu Israel haben und sogar den massenhaften Exodus der alten jüdischen Gemeinden ihres Landes beklagen.

Das israelische Außenministerium hat in den letzten Jahren mehrmals berichtet, dass etwa die Hälfte der arabischen Kommentare auf seinen arabischsprachigen sozialen Netzwerken von Menschen aus dem Irak stammen und die große Mehrheit von ihnen den jüdischen Staat unterstützt.

Vor kurzem hat eine Gruppe von Irakern beschlossen, über Facebook eine „virtuelle Botschaft“ in Israel einzurichten.

„Ein ständiger Dialog führt unweigerlich zum Frieden!“ heißt es im Leitartikel auf der Facebook-Seite „Die virtuelle Botschaft des Irak in Israel“. Die Seite hat Tausende von Followern, jeder Beitrag wird sehr viel weitergeleitet und kommentiert.

Die Facebook-Seite ist eine Initiative des Projekts Bright Future, das die irakischen Behörden dazu aufruft, die jahrzehntelange Ignorierung von Israel offiziell zu beenden und die Beziehungen zum jüdischen Staat zu normalisieren.

In der Ausgabe vom Oktober 2017 des Israel Heute Magazins sprachen wir mit dem Direktor des Projekts, Ali A., der uns versicherte, dass es „Millionen Iraker“ gebe, die heute den jüdischen Staat lieben und unterstützen.

„Das Projekt Bright Future wurde 2011 gegründet, um auf der Grundlage von Freundschaft und gemeinsamen Interessen Beziehungen zu Israel aufzubauen“, erklärte Ali A. damals. „Unsere Mission ist es, den Boden für diese strategische Beziehung vorzubereiten, indem wir Kommunikationskanäle einrichten. Wir glauben, dass Israel nicht unser Feind ist.“

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