Israel treibt die Pläne für den Bau eines Unterwasser-Stromkabelprojekts voran, um den wachsenden Energiebedarf im Zentrum und Norden des Landes zu decken und das Stromnetz des Landes mit den Stromnetzen in Europa und den Ländern der Golfregion zu verbinden.
Das 150 Kilometer lange Unterwasser-Stromkabel wird entlang der israelischen Mittelmeerküste von Ashkelon im Süden bis Haifa im Norden verlaufen. Es wird Strom, der hauptsächlich aus erneuerbaren Solarenergiefeldern im Süden Israels erzeugt wird, in die Städte des Zentrums und des Nordens leiten, in denen ein großer Bedarf besteht.
Der Plan für das Unterwasserkabelprojekt sieht ebenfalls vor, dass das israelische Stromnetz über Zypern und Griechenland an die europäischen Stromnetze angeschlossen werden kann sowie die Möglichkeit, über Jordanien und Ägypten Verbindungen zu den Golfstaaten herzustellen.
Die Verbindung des Unterwasserkabels mit Nachbarländern wie Ägypten würde die Möglichkeit eröffnen, das örtliche Netz bei Stromengpässen zu stützen, und den Export von in Israel erzeugtem Ökostrom ermöglichen.
Anfang Juni hatte der Planungs- und Baurat einen Vorschlag gebilligt, 10.000 Hektar Land in offenen Gebieten für Solarenergieanlagen bereitzustellen.
Unabhängig davon gab der staatliche Energiekonzern EAPC (Europe Asia Pipeline Co.) im vergangenen Monat bekannt, er habe mit der israelischen Regierung eine Vereinbarung über den Bau eines 254 Kilometer langen Glasfaserkabels zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer getroffen. Dies ist Teil eines nationalen Projekts, das Israel zu einem Kommunikationszentrum und einem Korridor für die Datenübertragung im Nahen Osten machen soll, der Europa mit den Golfstaaten und Asien verbindet.
Israels Lage zwischen drei Kontinenten hat dem Land historisch oft Probleme bereitet. Wie in der Bibel beschrieben wird, lag das kleine Land zwischen streitenden Großmächten, die es mit ihren Armeen durchzogen. Heute ist dies glücklicherweise nicht mehr der Fall, aber Ruhe gibt es für das Land trotzdem nicht.
Wirtschaftlich ist diese Lage jedoch ein Vorteil, denn der internationale Handel lief und läuft durch Israel. Heute sind es keine Karawanen mehr, die durch das Land ziehen, sondern Kabel und Pipelines. Wie schon König Salomo, nutzt heute auch König Bibi Israels einzigartige geografische Lage zum Vorteil des Landes und der Handelspartner.




