Die israelische Armee hat in den vergangenen Tagen mehr als zehn Hisbollah-Feldkommandeure ausgeschaltet, die für die Kämpfe gegen IDF-Truppen im Südlibanon zuständig waren – ein Zermürbungsschlag gegen die mittlere Führungsebene der Terrororganisation, der zeigt, wie wenig der Waffenstillstand in der Praxis noch hält.
Ersetzte Kommandeure – sofort wieder eliminiert
Im März tötete die IDF Hassan Salameh, den Kommandeur der Nasr-Einheit der Hisbollah, einer von drei regionalen Divisionen im Südlibanon. Seither wurden nacheinander zwei seiner Nachfolger, Mahdi Bazi und Ashraf Salloum, ebenfalls getötet. In einem separaten Vorfall tötete die IDF binnen zwölf Stunden den Kommandeur der Hisbollah-Kräfte im Gebiet der Beaufort-Burg, Nasser Shakir, sowie dessen Nachfolger Ahmad Sablini, der zuvor als stellvertretender Sektorkommandeur fungiert hatte.
Darüber hinaus wurden nach IDF-Angaben weitere Sektorkommandeure eliminiert: Ali Abbas (Bint Jbeil), Kamil Younes (Tyros), Fouad Moussa (Hajir), Hussein Salami (Jibshit), Ali Haik (Khiam) und Muslim Harb (Qana). Die Luftwaffe zerstörte zudem fünf Abschussrampen, die zum Beschuss von IDF-Truppen im Südlibanon genutzt wurden, sowie ein Hisbollah-Kommandozentrum.
🔴ELIMINATED: 7 Hezbollah terrorists operating from an underground route in southern Lebanon.
The route was used by the terrorists to store ammunition, mortars & food supplies to support attacks against IDF soldiers from the area.
Following their elimination, Kalashnikov rifles… pic.twitter.com/0UQ5eKAweq
— Israel Defense Forces (@IDF) June 13, 2026
Tunnelsystem unter der Beaufort-Burg – über 50 Ziele getroffen
Am Donnerstag identifizierte eine von Egoz-Kommandosoldaten gesteuerte Drohne Hisbollah-Kämpfer in einem der Tunnelgänge des massiven unterirdischen Tunnelnetzes, das unter der Beaufort-Höhenkette freigelegt wurde. Die Terroristen flohen und eröffneten das Feuer auf die Drohne. Kurz darauf wurden sie zusammen mit weiteren Operativen identifiziert, die aus dem Tunnel zu entkommen versuchten – die Luftwaffe griff ein und tötete sie. Die Soldaten fanden zahlreiche Waffen, darunter Mörsergranaten, Splittergranaten, Panzerabwehrraketen vom Typ Kornet, Flugabwehrmaschinengewehre und Kalaschnikows.
In einem weiteren Vorfall identifizierte eine IDF-Drohne sieben Hisbollah-Terroristen, die eine unterirdische Route nutzten, um Munition, Mörsergranaten und Lebensmittel für Angriffe auf israelische Soldaten zu lagern. Alle sieben wurden eliminiert; die Soldaten fanden anschließend Kalaschnikows, militärische Ausrüstung sowie Abschussstellungen in der Umgebung der Route.
🎯⭕️ IDF troops completed an operation in Dabin, southern Lebanon. This area served as a significant Hezbollah stronghold used to advance & prepare terrorist attack plans and anti-tank fire against IDF troops and Israeli civilians.
50+ targets were struck, dozens of terrorist… pic.twitter.com/QSCs1rHY2X
— Israel Defense Forces (@IDF) June 12, 2026
Am Freitag schloss die 769. „Hiram“-Brigade der 91. „Galiläa“-Division eine Operation im Gebiet von Dibbin im Distrikt Marjayoun nördlich von Metula ab – ein Gebiet, das laut Militär als Hisbollah-Hochburg zur Vorbereitung von Terroranschlägen gegen Israel diente. Mehr als 50 Ziele wurden dabei getroffen.
Trotz dieser massiven Operationen bleibt die Bedrohung durch Hisbollah-Drohnen ein zentrales Problem für die Truppen. Ein hoher Offizier erklärte, man habe neue Munition mit verbesserten Abfangraten eingeführt – die Zahl erfolgreicher Drohnenangriffe auf Truppen sei zuletzt zurückgegangen. Bei den im Tunnelsystem gefundenen Drohnen handelte es sich um glasfaserkabelgesteuerte FPV-Modelle mit Reichweiten von 15 bis 20 Kilometern.




