MitgliederHat Gott sie bei ihrem Namen gerufen?

Wort aus Jerusalem

von Ludwig Schneider |
Taube an der Klagemauer
Illustration - Taube an der Klagemauer Foto: Jack Bentley/ Flash90

Wir bringen diesen Artikel zur Erinnerung an den Gründer unserer Zeitschrift, Ludwig Schneider. Seine Gedanken und Bibelanalysen sind heute noch genauso aktuell wie damals, als dieser Text geschrieben worden ist.

 

Ich bin ein Kriegskind. Ich wurde im Mai 1941 geboren. Meine Eltern und ich haben nur überlebt, weil Christen uns vor den Nazis versteckt haben. Meine Eltern waren total assimilierte Juden, sogenannte „Weihnukka“ Juden, ein Mix aus jüdischem Chanukka und christlichem Weihnachten. So schlagen zwei Seelen in meiner Brust.

Genauso war es mit dem jüdischen Bar-Mitzwa Fest der 13-jährigen Knaben und der christlichen Konfirmation. Assimilierte Juden sehen darin eine Sache: Wenn man als Christ zum ersten Mal das Abendmahl nehmen darf und als Jude in der Synagoge zum ersten Mal zur Thora aufgerufen wird, um den Wochenabschnitt vorzulesen. Und weil es bei uns nach dem Krieg und Holocaust weit und breit keine Synagoge mehr gab, bekam ich als 13-Jähriger in Süchteln von einem evangelischen Pfarrer für mein Leben das Bibelwort Jesaja 43,1-3:

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