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Hadar Goldin kehrt endlich nach Hause zurück

Die Rückkehr des gefallenen Soldaten ist sowohl ein Moment der Trauer als auch ein Wendepunkt in Israels langem Krieg gegen die Hamas.

Hadar Goldin. Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Forums für Geiseln und vermisste Familienangehörige.

(JNS) Seit Wochen ist jede Rückführung der Leiche einer Geisel ein nationales Ereignis in Israel. Die Beerdigungen junger Soldaten wie Omer Nutra und Itay Chen haben das Land in Trauer und Stolz vereint, wobei die Bürger mit Fahnen in den Händen und Tränen in den Augen die Straßen zu ihren letzten Ruhestätten säumten.

Aber die Rückführung von Leutnant Hadar Goldin ist etwas anderes – etwas, das den Kern der Identität Israels und sein ungebrochenes Engagement, jeden Soldaten nach Hause zu bringen, berührt.

Während zwei Jahren unerbittlichen Krieges hat Israel in einem Zustand erhöhter Emotionalität gelebt, in dem jeder Name, jede Beerdigung, jeder Hoffnungsschimmer in einer Nation nachhallt, die so klein und so eng verbunden ist, dass keine Familie verschont geblieben ist. Der kollektive Puls des Landes schlägt im Gleichklang – angetrieben von Trauer, Mut und dem unerschütterlichen Willen zu überleben.

Die Rückführung von Hadars sterblichen Überresten bedeutet mehr als nur den Abschluss für eine Familie. Sie ist ein symbolischer Wendepunkt in einem Krieg, der nun in seine zweite Phase eintreten muss – die Entwaffnung der Hamas und die Befreiung des Gazastreifens. Die Hamas hält an ihrer terroristischen Vision fest, aber die geopolitische Landschaft verändert sich.

Die Türkei ist raus, Ägypten steht bereit, die Abraham-Abkommen werden ausgeweitet, und die Vereinigten Staaten leiten nun den humanitären Koordinierungsmechanismus, während US-Präsident Donald Trump, ungeduldig wie immer, von der Seitenlinie aus zusieht.

Der 23-jährige Goldin, ein strahlender und lächelnder Soldat der Givati-Brigade und Sohn von Intellektuellen, wurde im August 2014 während der Operation Protective Edge verschleppt. Dies geschah gerade als eine 72-stündige Waffenruhe beginnen sollte – die Hamas brach sie, indem sie israelische Soldaten in einem Tunnel überfiel. Drei wurden getötet. Hadars Leiche wurde in die Dunkelheit geschleift und verschwand in der Unterwelt von Gaza. Seine Kameraden, die einer Spur aus Blut und Trümmern folgten, konnten ihn nicht zurückholen.

Mehr als elf Jahre lang hielt die Hamas seine sterblichen Überreste als grotesken Verhandlungstrumpf zurück, als Teil ihres grausamen Handels mit dem Tod. Der Kampf der Familie Goldin, ihn nach Hause zu holen, veränderte das nationale Bewusstsein.

Leah und Simcha Goldin, seine Eltern, weigerten sich, ihren Sohn mit dem Wort „Leiche” zu definieren. Sie bestanden darauf, ihn als „im Einsatz vermisst” zu bezeichnen, und verwandelten so eine persönliche Tragödie in ein lebendiges Symbol für Israels heilige Verbindung zu seinen Soldaten. Ihr Kampf galt nicht nur Hadar – er galt dem Grundsatz, dass Israel niemanden zurücklässt.

Der einsame Kreuzzug der Goldins wurde zum Vorläufer der heutigen breiten Bewegung für die Rückkehr lebender und gefallener Geiseln. Nach dem 7. Oktober 2023 fand ihr Anliegen bei jeder israelischen Familie Resonanz – denn jeder junge Soldat hätte Hadar sein können. Ihr Mut war eine Zurechtweisung für die leichtfertige Rede von „Waffenstillstand“, die Illusion, dass Frieden mit Gleichgültigkeit erkauft werden kann. Sie wussten immer, dass die Rückkehr Hadars Israels Stärke und nicht seine Schwäche beweisen würde.

Mit Hadars Rückkehr verbindet sich nun der 4.118 Tage währende Kampf mit einer neuen geopolitischen Phase. Die Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, unterstützt von Washington, verfolgt nun zwei Ziele: die Rückkehr der Geiseln und die Zerschlagung der Hamas.

Jared Kushner und amerikanische Gesandte sind eingetroffen, um Israels Pläne mit der Strategie der USA abzustimmen. Es gibt Gerüchte, dass die Hamas für Hadars Leiche bezahlt wurde, aber wenn dieser Tausch auch einen Schritt in Richtung Entwaffnung beinhaltete, dann hat Israel möglicherweise eine Tragödie in einen prinzipiellen Sieg verwandelt.

Der Weg ist noch lang und schwierig. Die Hamas wird versuchen, jeden Schritt in Richtung Entwaffnung und Wiederaufbau zu verzögern. Aber die sich bildende Koalition – von Israel über die Vereinigten Staaten bis hin zu Saudi-Arabien und Ägypten – hat ein gemeinsames Ziel: die Neutralisierung der Hamas und die Entstehung eines freieren Gazastreifens.

Hadar Goldin ist endlich nach Hause gekommen. Die Tränen seiner Eltern und der Salut der Nation verschmelzen zu einer einzigen Wahrheit – Israels Treue zu seinen Söhnen und Töchtern, ob lebendig oder gefallen.

Familie und Freunde nehmen an der Beerdigung des israelischen Soldaten Hadar Goldin teil, dessen Leichnam seit 2014 von der Hamas im Gazastreifen festgehalten und vor wenigen Tagen an Israel übergeben wurde, auf dem Militärfriedhof in Kfar Saba. 11. November 2025. Foto: Chaim Goldberg/Flash90.

Dieser Moment ist nicht das Ende der Trauer, sondern eine Erneuerung des Ziels. Israel trauert, gedenkt und kehrt zu seiner Arbeit zurück – mit Stärke, Einheit und Hoffnung.

 

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Patrick Callahan

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