Guten Morgen Israel – Regen!

Völlig unerwartet fiel in Jerusalem der erste Regen im neuen Jahr. Eine wunderbare Ablenkung im Corona-Alltag.

Guten Morgen Israel – Regen!
Nati Shohat/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Heute freue ich mich, dass ich meinen morgendlichen Bericht endlich einmal wieder mit dem Wetter beginnen kann. Denn das hat gestern, zumindest in Jerusalem, die Sorgen wegen des Coronavirus wenigstens für eine kurze Zeit aus den Köpfen der Menschen vertrieben. Diesen Eindruck bekam ich von den Bildern aus Jerusalem nach dem ersten Regen des neuen Jahres, der völlig unerwartet die Bürger von Jerusalem überraschte. Schade, dass ich das verpasst habe, denn hier im nur knapp 30 Kilometer von Jerusalem entfernten Modiin schien weiterhin die Sonne.

Der Regen in Jerusalem machte die Menschen glücklich

Für die angenehme Überraschung war eine einzige Wolke verantwortlich, die sich über den Bergen von Jerusalem entwickelt hatte und für Donner, Regen und sogar Hagel sorgte. Daher war es damit auch schnell wieder vorbei und Jerusalem kehrte zurück in den Corona-Alltag, aber mit einer angenehmen Erinnerung mehr, denn dieser erste Regen war wirklich eine große und erfreuliche Überraschung, den niemand vorhergesagt hatte. Und wie wird das Wetter heute?

Das Wetter für heute in Israel

Heiter bis teilweise bewölkt mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Gegen Mittag können in den Bergen noch ein paar Regentropfen fallen. Aber schon morgen soll es dann wieder deutlich wärmer werden. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Beersheva 31 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209.9 m unter dem Meeresspiegel angegeben. Es fehlen 110 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Noch sind die Geschäfte zu, aber für wie lange noch?

Und nun zurück in den Alltag, der eigentlich keiner ist, solange die Schulen und Geschäfte weiterhin geschlossen bleiben. Unsere Regierung ist sich sehr unsicher in der Frage, wie es nun weitergehen soll. Vor dem zweiten Lockdown wurde ein ausführlicher Plan vorbereitet, wie man das Land wieder aus diesem Lockdown führt, dafür hatte man mehrere Stufen geplant. Nach jeder Stufe sollte dann zwei Wochen gewartet werden, um zu sehen, was die Auswirkungen der weiteren Lockerungen sind. Sollte sich die Lage wieder verschlechtern, war geplant, zu halten und sogar wieder zurückzugehen und die Maßnahmen zu verschärfen. Aber uns Israelis fehlt einfach die Geduld. Kein Wunder, dass das hebräische Wort für Geduld, “Savlanut”, eines der ersten Worte ist, dass man im Ulpan beigebracht bekommt. Aber wir haben keine Geduld. Alles soll jetzt doch wieder etwas schneller gehen. So wird überlegt, ob man die Geschäfte vielleicht schon jetzt öffnen soll, statt erst Mitte November, wie ursprünglich geplant. Der Druck auf die Regierung ist einfach zu stark. Man sorgt sich dort um die Wählerschaft, denn die nächsten Wahlen scheinen schon fast vor der Tür zu stehen. Unserer riesige “Corona-Regierung” ist einfach viel zu zerstritten.

Werden wir jetzt zu den Fehlern nach dem ersten Lockdown zurückkehren? Einige Experten warnen schon wieder vor einem deutlichen Anstieg der Coronafälle in gut einer Woche. Wir müssen jetzt einfach warten und Geduld haben, “Savlanut”!

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Mittwoch. Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

 

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