Themen: Guten Morgen

Guten Morgen Israel – Jerusalem

Unsere gestrige Redaktionssitzung nutzte ich für einen kurzen Spaziergang durch die Stadt, aber es fehlte etwas.

Guten Morgen Israel – Jerusalem
Dov Eilon

Boker Tov liebe Leser!

Dov3

In Tagen wie diese, in denen wir eine der extremsten Hitzewellen erleben, die es jemals hier bei uns gegeben hat, ist das Wetter wieder Gesprächsthema Nummer eins. Selbst die Tatsache, dass wir nach 18 Monaten endlich wieder eine Regierung haben, ist nebensächlich, wenn wir uns hier jeden Tag mit Temperaturen um die 40 Grad herumschlagen müssen. Und Corona? Ja, Corona ist noch da. Wie können wir es vergessen, wenn man sich bei dieser Hitze mit einer Maske im Gesicht herumlaufen muss.

Gestern bin ich wieder in Jerusalem gewesen. Bevor wir uns im Juni wieder alle zusammen in der Redaktion treffen werden, haben wir jeden Montag unsere wöchentliche Redaktionssitzung. Wieder bedanke ich mich bei meiner Kollegin Ayala, die so freundlich war, mich von zu Hause abzuholen. Praktisch, wenn Kollegen in der Nähe wohnen.

Und so trafen wir uns wieder in unseren Büros in Jerusalem und besprachen Pläne für die Zukunft. Den restlichen Arbeitstag verbrachten wir dann in der Redaktion, man muss sich ja langsam wieder an den Redaktionsalltag gewöhnen. Die Mittagspause habe ich dann wieder für einen kurzen Gang in der Stadt genutzt. Und diesmal habe ich für Sie, liebe Leser, ein kurzes Video vorbereitet, um Ihnen etwas Jerusalem nach Hause zu bringen.

Es war schön, wieder durch Jerusalem gehen zu können, auch wenn die Stimmung immer noch eine ganz andere war, als vor Corona. Das liegt nicht nur daran, dass nun alle die Maske tragen müssen, ich spürte eine gewisse Leere, etwas fehlte. Es fehlten die Touristen. Jerusalem wäre jetzt normalerweise voller Touristen, die Restaurants und Cafés wären voll besetzt, überall würde man alle möglichen Sprachen hören. Aber Corona sorgte dafür, dass wir alleine in unserem Land sind. Daran musste ich denken, als ich durch die Straßen ging. Jeder ist jetzt in seinem Land. Es ist so, als wären wir zur Ordnung gerufen worden. Vielleicht sollen wir lernen, unseren eigenen Platz wieder mehr zu schätzen, unser Zuhause, unsere Heimat. Ich stellte mir eine Schulklasse vor, in der alle Schüler lautstark miteinander reden und dem Lehrer oder der Lehrerin überhaupt nicht mehr zuhören. Und dann schreit der Lehrer plötzlich „RUHE!“ und alle sitzen wieder ganz still.

Aber es war dennoch sehr schön, wieder durch die Straßen von Jerusalem gehen zu können. Und in 2 Wochen werde ich dann wieder jeden Tag nach Jerusalem kommen. Ich hoffe nur, dass es dann einfacher werden wird, mit dem Bus zu fahren, denn wegen der Beschränkung von 20 Fahrgästen pro Bus ist das immer noch etwas problematisch.

Die Hitzewelle soll uns noch bis zum Freitag begleiten. Daher hat unser neuer Gesundheitsminister entschieden, dass wir bis zum Ende der großen Hitze die Maske nur tragen müssen, wenn wir uns in einer Menschenmenge befinden, ansonsten können wir ohne sie sein. Das ist ein weiterer Schritt in die Normalität, auch wenn uns die Maske sicher noch eine ganze Weile begleiten wird.

 

Tel Aviv Strand
Der Sommer ist da, ab morgen darf auch offiziell wieder an den Strand gegangen und gebadet werden – Tel Aviv

Und hier das Wetter für heute in Israel:

Extrem heiß und trocken. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 38 Grad, Tel Aviv 39 Grad, Haifa 36 Grad, Tiberias am See Genezareth 43 Grad, am Toten Meer 42 Grad, Beersheva 41 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 208.9 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 10 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Dienstag und immer mehr normalen Alltag. Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin, wo das Thermometer schon jetzt um kurz nach 9 Uhr stolze 38 Grad anzeigt!