Guten Morgen Israel – Ein Volk von Propheten

Der Glaube an die Bibel ist der Glaube an die Tradition

Guten Morgen Israel – Ein Volk von Propheten
Mendy Hechtman/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Michael und Kinder

In unserem Thora-Wochenabschnitt, Jithro, findet das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte statt: Das Volk Israel trifft Gott am Berg Sinai und erhält von Ihm seine Gesetze. Dieses Ereignis ist für die Juden von größter Bedeutung. Für uns Juden ist dieses Treffen mit Gott die Basis unseres Glaubens an Ihn und seine Thora. Später fasst Mose diese Säule unseres Glaubens folgendermaßen zusammen:

„Hat je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist dennoch am Leben geblieben? Oder hat je ein Gott versucht, hinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem anderen Volk herauszunehmen durch Prüfungen, durch Zeichen, durch Wunder, durch Kampf und durch eine mächtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch furchterregende, große Taten, wie das alles der Herr, euer Gott, für euch in Ägypten getan hat vor deinen Augen?

Dir ist es gezeigt worden, damit du erkennst, daß der Herr Gott ist, und keiner sonst als er allein. Er hat dich vom Himmel her seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen; und auf Erden hat er dir sein großes Feuer gezeigt, und du hast seine Worte mitten aus dem Feuer gehört. Und weil er deine Väter liebte und ihren Samen nach ihnen erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht durch seine große Kraft aus Ägypten herausgeführt, um größere und stärkere Völker, als du es bist, vor dir her zu vertreiben, und um dich herzubringen und dir ihr Land zum Erbteil zu geben, wie es heute der Fall ist.

So sollst du nun heute erkennen und es dir zu Herzen nehmen, daß der Herr der alleinige Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden, und keiner sonst. Darum halte seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht, und damit du lange lebst in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt, für alle Zeiten!

(4. Mose 4, 33 – 40)

All die Wunder und Taten Gottes für das Volk Israel waren dazu da, den Menschen Seine Existenz und Seinen Willen zu zeigen. Das gesamte Volk stand am Sinai Gott gegenüber und das ganze Volk konnte später seinen Nachkommen bezeugen, was es gesehen hat und bezeugen, dass sich niemand eine Legende ausgedacht hat, die zum Ziel hat, gutgläubige Menschen unter die Kontrolle von Rabbinern zu bringen. Wenn jemand aus dem Volk Israel später gefragt wurde, warum er an diesen Gott glaubt und an keinen anderen, oder warum er überhaupt an einen Gott glaubt, konnte er sagen, er hat Gott persönlich am Sinai gegenübergestanden. Seine Kinder konnten sich auf ihn beziehen und seine Enkel ebenfalls. Die Kette der Überlieferung kann man heute nicht mehr zu 100 Prozent zurückverfolgen, aber auch heute kann man sagen, dass die Vorfahren der Juden ein direktes Gotteserlebnis hatten, das in der Thora festgehalten wurde und das zum Mittelpunkt unserer Religion geworden ist.

Dies ist vielleicht mit der Erinnerung an den Holocaust nicht vergleichbar, aber das Konzept der Überlieferung ist ähnlich: Es gibt heute Menschen, die den Holocaust für eine Legende halten, doch die Überlebenden wissen ganz genau, was ihnen damals widerfahren ist. Ihre Kinder und Enkel sind mit den Geschichten über den Holocaust aufgewachsen, niemand wird sie davon überzeugen, dass er niemals stattgefunden hat, aber für spätere Generationen wird es schon schwieriger zu beweisen, dass es einen Holocaust gab.

Einmal im Jahr erinnert sich Israel an den Holocaust, das ganze Land steht still

In jüdischen Familien wird das Bewusstsein an den Holocaust länger erhalten bleiben, als bei Menschen, die damit nichts zu tun hatten, denn wir haben Gedenktage und -feiern, die uns immer wieder an die Shoah erinnern. Wenn in hundert Jahren jemand ohne Zugriff auf Archive einen Juden um einen Beweis des Holocaust bittet, wird er vielleicht nichts haben, das zu 100 Prozent überzeugt, außer der Tatsache, dass seine Familie und sein Volk dieses Ereignis bis heute in Erinnerung halten. Es ist das Vertrauen und der Glaube an die Tradition, die historische Tatsachen gewisser Weise „beweisen“.

Und nun das Wetter:

 

Das Wetter für heute ein Israel

Vereinzelte Regenschauer mit Gewittern im Zentrum und im Süden des Landes. Im Norden kann es am Vormittag noch zu Regenschauern kommen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Beersheva 18 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weitere  anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 209,62 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 82 Zentimeter  bis zur oberen Grenze!

Regen in Jerusalem, gestern

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Bet Schemesch!

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