Guten Morgen Israel – Corona-Wahn mit 8 Kindern zu Hause

Bei einer zehnköpfigen Familie ist jeder Einkauf ein „Hamsterkauf“. Dazu brauchen wir nicht die Panik um das Coronavirus.

von Hanna Ross | | Themen: Guten Morgen
Jerusalem Jaffa Tor
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Das Leben steht Kopf. Überall hört man nur noch Corona. Zu Hause, auf Arbeit, im Radio und in den sozialen Medien, tagtäglich und das schon seit Wochen. Etwas übertrieben, finde ich, es sterben täglich mehr Kinder an Hunger, unternehmen wir da irgendwas? Treffen wir da Maßnahmen, dass so etwas nicht passieren darf?

Seit vergangenen Freitag haben meine 8 Kinder keine Schule mehr, sie haben sich natürlich sehr gefreut. Mir ist es eigentlich fast ein bisschen egal, es sind eh bald Pessach-Ferien und meine Kinder sind nicht mehr so klein, so kann ich auf Arbeit gehen. Natürlich geht es nicht allen Müttern so, viele haben Babys oder Kleinkinder, denen sind natürlich die Hände gebunden. Unser Großer, der Jeschiwa-Student, wurde gestern (nach 2 freien Tagen) wieder „einberufen“, nachdem die Rabbiner sich mit dem Gesundheitsministerium zusammengesetzt haben und alle Vorschriften einhalten werden.

Viele meiner Freundinnen fragen mich ständig: „Hast du schon Vorräte angelegt?“. Vorräte? Bei mir sieht jeder Wocheneinkauf wie ein Hamsterkauf aus, bei 10 Leuten… Ich wüsste gar nicht, wie ich einen Einkauf für 3-4 Wochen nach Hause schleppen sollte und wo verstauen könnte. Noch dazu ist in 3 Wochen Pessach und ich muss bis dahin dringend alle „Chametz“-Vorräte aufbrauchen, alle gesäuerte Ware, wie Nudeln, Brot, Kekse usw. Also, mit was soll ich mich da eindecken? Mit Kartoffeln? Außerdem vertraue ich (natürlich auf Gott) auch auf die Regierung, die gesagt hat, dass man keine Vorräte anlegen muss.

In unserer Redaktion ist es jetzt, entsprechend den Anweisungen des Gesundheitsministeriums, etwas leerer. Wer kann, arbeitet von zu Hause aus. Ich gehe jedenfalls wie gewohnt auf Arbeit, versuche mich zu schützen, aber 100 % sterilisieren kann man sich ja eh nicht. Wie steht im 2. Buch Mose 15:26 „Ich bin der HERR, dein Arzt“.

Auch vor dem Jaffator ist es leer

Und jetzt noch das Wetter für heute in Israel:

Der Winter ist noch da. Im Laufe des Tages wird es  im Norden und im Zentrum des Landes zu Regenschauern kommen, die von vereinzelten Gewittern begleitet werden können. Auch im Negev kann es regnen. In der Judäischen Wüste und am Toten Meer besteht die Gefahr von Blitzfluten. Es wird deutlich kühler werden. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Beersheva 19 Grad, Eilat am Roten Meer 26 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei –209.46 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen nur noch 66 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Schön, dass uns der See Genezareth auch weiterhin gute Nachrichten bringt.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Dienstag. Passen Sie auf sich auf.

 

Schalom aus Jerusalem!

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