Erinnern Sie sich an die Unruhen am Tempelberg in Jerusalem, nachdem am Eingang zum Tempelberg Metalldetektoren aufgestellt worden waren? Zuvor waren auf dem Tempelberg zwei israelische Grenzschutz-Polizisten von zwei Terroristen ermordet worden, die Waffen hatten die Terroristen zu einem früheren Zeitpunkt auf den Tempelberg geschmuggelt. Daher entschloss man sich, die Metalldetektoren an den Eingängen zum Tempelberg aufzustellen.
Die moslemischen Gläubigen weigerten sich, durch die Detektoren zu gehen. Es kam zu Unruhen und Ausschreitungen. Schließlich gab Israel nach und baute die Metalldetektoren wieder ab. man wollte andere technologische Mittel zur Überwachung des Tempelbergs einsetzen, hieß es in einer Erklärung (Artikel).
Doch nicht alle Metalldetektoren wurden abgebaut. Einer dieser Metalldetektoren steht auch heute noch am Mugrabi Tor. Durch dieses Tor gehen die Touristen und Juden, wenn sie den Tempelberg besuchen. Während die muslimischen Besucher den Tempelberg ohne Kontrollen besuchen können, müssen Juden und Touristen weiterhin durch den Metalldetektor gehen, was ja eigentlich auch keine besondere Sache ist. Selbst in Mekka werden diese Metalldetektoren eingesetzt, ohne das sich jemand beschwert.
Dennoch sollte gleiches Recht für alle gelten, dachte man sich in der noch jungen Partei Otzma Jehudit von Arieh Eldad und Michael Ben-Ari, ehemalige Mitglieder der Nationalen Union.
Daher hat die Otzma Jehudit beim Obersten Gericht eine Petition eingereicht. Der jetzige Zustand sei eine Diskriminierung. Ein Anwalt des Obersten Gerichts der Staatsanwaltschaft erklärte, dass es sich hierbei um eine politische Entscheidung aus Gründen der Sicherheit gehandelt hätte, so dass es nicht Sache des Gerichts sei, einzugreifen.
Führer von Otzma Jehudit erwiderten, dass das Gericht sich sehr wohl eingemischt hätte, wenn es sich um einen umgekehrten Fall gehandelt hätte. Man bleibe weiter in der Hoffnung, dass sich das Gericht für die Erhaltung der Rechte der Juden und gegen die Diskriminierung entscheiden werde.
Archivbild: Metalldetektoren am Eingang zum Tempelberg, Juli 2017 (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)




