Frühlingsgefühle

Nach endlosen kalten Regentagen kam am Schabbat endlich wieder die Sonne hervor und erinnerte uns an den bevorstehenden Sommer.

| Themen: Guten Morgen
Natur direkt vor der Haustür, die "Südlichen Hügel" von Modiin Foto: Dov Eilon

Guten Morgen, liebe Leser!

Nach mehreren sehr kühlen Wochen mit tagelangen endlos scheinenden Regenfällen bekamen wir am gestrigen Schabbat einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Frühling. Plötzlich schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und gab uns etwas Wärme. Wir hatten schon fast vergessen, dass Israel eigentlich ein warmes Land ist. Noch am Donnerstag gab es noch einmal zum Teil heftige Niederschläge, es hagelte sogar. Und dann kam dieser frühlingshaft warme Schabbat. Da wir hier in Modiin das Glück haben, genau gegenüber eines Nationalparks zu wohnen, beschlossen wir uns, das tolle Wetter für einen kurzen Spaziergang in den sogenannten „Südlichen Hügeln“ von Modiin auszunutzen, die vor fast genau einem Jahr zum Nationalpark erklärt worden waren.

Während sich gestern zigtausende Israelis auf den Weg in den Süden machten, um dort die jetzt blühenden roten Anemonen zu bewundern, brauchten wir nur 5 Minuten zu Fuß, um die „Südlichen Hügel“ zu erreichen. Und auch dort gab es die roten Anemonen zu bewundern. Wir waren übrigens nicht die Einzigen, denn mittlerweile schient es sich herumgesprochen zu haben, dass man auch „bei uns“ in Modiin wunderschöne Spaziergänge machen kann.

Nicht nur in Süden, auch bei uns in Modiin kann man jetzt die roten Anemonen bewundern (Foto: Dov Eilon)

Der Regen im Winter ist wichtig für unser Land, das ist mir klar, nicht umsonst werden die Regenfälle „Regen des Segens“ genannt, aber die kühlen Temperaturen und der ständige Regen in den letzten Wochen war irgendwie zu viel für uns. Jetzt kann gerne der Frühling kommen. Ich sehne mich sogar schon nach dem Sommer, auch wenn ich weiß, dass es mir dann wieder zu heiß sein wird.

Bei uns in der Familie ist Omikron, oder Corona, eigentlich kein Thema mehr. Wir reden kaum noch darüber. Stattdessen befassen wir uns wieder mit unseren normalen Alltagsthemen. Unser ältester Sohn und seine Frau sind mit dem Umzug in die neue Wohnung beschäftigt und daher an diesem Wochenende in Tel Aviv geblieben, unsere Tochter genießt kurze Semesterferien und unser jüngster Sohn beschwert sich, wie jede Woche, dass der Schabbat viel zu schnell zu Ende gegangen ist. Er zählt die Tage bis zum Ende seines Armeedienstes. Er muss noch genau acht Monate durchhalten, dann hat er es geschafft. Immerhin schafften wir es während unseres Spazierganges, ihn etwas abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen.

Auch andere „Spaziergänger“ genossen den sonnigen Tag (Foto: Dov Eilon)

Ich hoffe, dass wir bald wieder ein wirklich normales Leben haben werden, ohne uns von Corona beeinflussen und einschränken zu lassen. Es ist an der Zeit, zu verstehen, dass Corona nicht verschwinden wird, wir müssen einfach damit leben, jeder sollte in den zwei Jahren gelernt haben, verantwortungsvoll zu handeln. Und dann können auch Sie, liebe Freunde von Israel, vielleicht auch einmal in den schonen „Südlichen Hügeln“ spazieren gehen.  Bis es so weit ist, hier noch ein  kleiner Eindruck von unserem Spaziergang von gestern:

Und jetzt das Wetter:

Das Wetter für heute in Israel

Mit dem Regen soll jetzt erst einmal Schluss sein und es soll auch langsam wärmer werden. Hier die Temperaturen für heute: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Beersheva 21 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist noch immer am Steigen und liegt jetzt bei -209.99 meter, es fehlen 1.19 Meter  bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag und eine gute neue Woche. Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

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