Freiwillige Helfer in Israel haben seit Beginn des Krieges gegen die Hamas im Gazastreifen landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von 50 Millionen Dollar gerettet, und dies inmitten erheblicher Schäden am Landwirtschaftssektor des Landes, wie aus einer diese Woche veröffentlichten Studie hervorgeht.
Hunderttausende von Freiwilligen aus Israel und der ganzen Welt haben nach Angaben von Leket Israel, der Nationalen Lebensmittelbank, einer eingetragenen israelischen Wohltätigkeitsorganisation, dazu beigetragen, mehr als 35.000 Tonnen Lebensmittel zu retten.
Früheren Umfragen zufolge hat sich fast jeder zweite Israeli in den ersten Kriegsmonaten freiwillig gemeldet, und sowohl jüdische als auch christliche Freiwillige aus der ganzen Welt kamen nach Israel, um den schwer getroffenen Bauern bei der Ernte zu helfen.
Dem Bericht zufolge stiegen die Preise für Frischwaren in Israel in den ersten sechs Monaten des Krieges um bis zu 18 %, während die Preise für Obst um bis zu 12 % stiegen.
Fast ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Israels liegt in den Frontgebieten, davon etwa 22 % im Grenzgebiet zum Gazastreifen und 10 % an der Nordgrenze zum Libanon.
Die Studie ergab, dass die zunehmende Lebensmittelverschwendung infolge des Krieges die Wirtschaft rund 275 Millionen Dollar kostete, davon 185 Millionen Dollar für verschwendete Lebensmittel.
Mehr als 20 % der Erzeugnisse wurden der Studie zufolge infolge des Krieges verschwendet, während es vor Kriegsausbruch weniger als 10 % waren.
„Der Krieg hat der israelischen Landwirtschaft schweren Schaden zugefügt, und seine Folgen werden noch viele Jahre zu spüren sein“, sagte Gidi Kroch, CEO von Leket Israel. „Die Stärkung der lokalen Landwirtschaft ist nicht nur ein wesentliches wirtschaftliches Bedürfnis, sondern auch eine notwendige Voraussetzung für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit und die Stärkung der nationalen Widerstandsfähigkeit der israelischen Bürgerinnen und Bürger.“




