Naher Osten

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Cameron und Baerbock treffen in Israel ein

Parallel zum Besuch von Großbritanniens Außenminister David Cameron ist die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock am Dienstag in Tel Aviv eingetroffen.

Foto: Maayan Toaf/GPO

Foto Der britische Außenminister David Cameron ist am Mittwochmorgen in Tel Aviv gelandet, angesichts der Bemühungen des Westens, einen israelischen Vergeltungsschlag gegen den Iran zu verhindern.

Wie ein britischer Regierungsvertreter am Dienstagabend gegenüber lokalen Medien erklärte, wird der Londoner Spitzendiplomat voraussichtlich mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und Außenminister Israel Katz sowie möglicherweise auch mit dem Minister ohne Geschäftsbereich und Mitglied des Kriegskabinetts Benny Gantz zusammenkommen.

Obwohl sich der eintägige Besuch auf die humanitäre Lage im Gazastreifen konzentrieren soll, wird Cameron auch die Massenraketen- und Drohnenangriffe Teherans sowie die Spannungen mit den vom Iran unterstützten Terrorgruppen im Libanon zur Sprache bringen, berichtet die Times of Israel.

In der Nacht zum Samstag hat die Islamische Republik mehr als 300 Raketen und Drohnen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Wie die israelischen Streitkräfte (IDF) mitteilten, konnten Israel und seine Verbündeten, darunter die britische Royal Air Force, 99 % der Geschosse abfangen; keine der 170 vom Iran entsandten Drohnen drang in den israelischen Luftraum ein.

Vor der Ankunft Camerons telefonierte Netanjahu am Dienstag zum ersten Mal seit dem Angriff mit seinem britischen Amtskollegen Rishi Sunak.

Nach Angaben der Downing Street betonte Sunak, dass „eine erhebliche Eskalation in niemandes Interesse sei und die Unsicherheit im Nahen Osten nur vertiefen würde. Dies sei ein Moment, in dem Besonnenheit herrschen sollte“.

Unterdessen teilte das Büro des israelischen Premierministers mit, Netanjahu habe dem Vereinigten Königreich für seine Rolle bei der Abwendung des Angriffs gedankt.

Westliche Regierungen haben Israel aufgefordert, von einem Vergeltungsschlag gegen den Iran abzusehen, da sie einen regionalen Krieg befürchten. Die Vereinigten Staaten haben Berichten zufolge Israel mitgeteilt, dass sie sich nicht an einem Angriff gegen die Islamische Republik beteiligen werden.

Parallel zu Camerons Besuch traf die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock am Dienstag zu Gesprächen mit Netanjahu, Katz und anderen hochrangigen Vertretern in Tel Aviv ein, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit.

In der Pressemitteilung betonte Berlin, dass es bei den Gesprächen „insbesondere darum gehen werde, eine weitere Eskalation der Gewaltspirale zu verhindern“. Baerbock will sich für neue EU-Sanktionen gegen den Iran einsetzen.

„Es geht jetzt darum, dem Iran Einhalt zu gebieten, ohne eine weitere Eskalation zu fördern“, sagte die Spitzendiplomatin vor ihrer Abreise vor Reportern.

Israel könnte in den kommenden Tagen einen Angriff starten, sagten US-Behörden am Montag dem Wall Street Journal. Das Jerusalemer Kriegskabinett hat Berichten zufolge mehrere mögliche militärische Reaktionen erörtert, von denen jede darauf abzielt, dem Regime Schmerzen zuzufügen, aber einen totalen Krieg zu vermeiden.

Verteidigungsminister Yoav Galant, ein Mitglied des Kriegskabinetts, sagte seinem amerikanischen Amtskollegen am Sonntagabend, dass der jüdische Staat keine andere Wahl habe, als auf die beispiellosen Luftangriffe zu reagieren.

Wie die Nachrichtenseite Walla unter Berufung auf einen ranghohen amerikanischen Offiziellen und eine in das Gespräch eingeweihte Quelle berichtet, betonte Gallant gegenüber US-Verteidigungsminister Lloyd Austin, dass Jerusalem eine Realität, in der ballistische Raketen ohne Konsequenzen auf israelisches Gebiet abgefeuert werden, nicht akzeptieren könne.

Ein siebenjähriges israelisches Beduinenmädchen, das bei dem iranischen Angriff verwundet wurde, befindet sich nach einer Reihe von Operationen immer noch in einem kritischen Zustand, wie ein Sprecher des Soroka Medical Center in Beerscheva am Dienstag gegenüber JNS erklärte.

 

Mit Berichten von JNS.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Cameron und Baerbock treffen in Israel ein”

  1. brigit.baumann sagt:

    Das Mass ist voll – hat es je einen Krieg gegeben wo soviel gequatscht anstatt der Feind zerstört wurde???

  2. brigit.baumann sagt:

    Und, wie hält Israel das aus?? Nach jedem Atemzug reisen diverse “Top”- Politiker an und glauben allen Ernstes, die Israelis haben nichts wichtigeres zu tun, als sich ihre westlichen Ideen anzuhören. Ich verstehe, wenn die Bevölkerung ausflippt und mit ihrer Regierung Tacheles redet und verlangt, dass sich diese nun endlich um die Leiden der eigenen Leute kümmert!!

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