Auf die Brotvermehrungskirche bei Tabgha am Ufer des Sees Genezareth ist in der Nacht zum Donnerstag ein Brandanschlag verübt worden. Die Polizei vermutet den Tatbestand der vorsätzlichen Brandstiftung, da an einer Wand ein Graffiti entdeckt wurde, dessen hebräischer Wortlaut Götzenanbetung verurteilt.
Das Feuer brach Medienberichten zufolge im angrenzenden Gästehaus aus. Teile des Kirchenareals und der äußeren Anlage fielen den Flammen zum Opfer, zwei Menschen wurden leicht verletzt. Der herbeigerufenen Feuerwehr gelang es, das Feuer zu löschen, bevor es die Haupthalle der Kirche mit ihrem Holzdach erreichte. Dort befindet sich das berühmte Brot- und Fische-Mosaik aus dem 5. Jh.
Die katholische Kirche mit dem zur Jerusalemer Dormitio-Abtei gehörenden Benediktinerpriorat steht an der Stelle, an der christlicher Tradition zufolge Jesu Speisung der Fünftausend stattgefunden hat.
Die stellvertretende Tourismusministerin Zippi Hotovely verurteilte den mutmaßlichen Brandanschlag aufs Schärfste. „Israel respektiert die Religionsfreiheit“, erklärte sie und versicherte, dass die Polizei alles in ihrer Macht Stehende tun werde, um den Fall aufzuklären.




