In den frühen Morgenstunden des heutigen Mittwoch, kurz nach 4.20 Uhr, heulten in Zentralisrael, in der Shfela-Region und in Judäa erneut die Sirenen. Eine aus dem Jemen von den Huthis abgefeuerte Rakete wurde von der israelischen Luftabwehr abgefangen, bevor sie in israelisches Gebiet eindringen konnte. Trümmer der abgefangenen Rakete gingen in Be’er Ya’akov nieder und verursachten Sachschaden, ohne jemanden zu verletzen.
Anwohner berichteten von lauten Explosionsgeräuschen und die IDF-Sprechstelle bestätigte den Angriff. Sanitäter des Magen David Adom behandelten neun Personen, die sich auf dem Weg zu den Schutzräumen verletzt hatten, sowie zwei Personen, die unter Angstzuständen litten.
🚨For the 5th time in a week, millions of Israelis were sent to shelter as Houthi terrorists in Yemen launched a missile attack. pic.twitter.com/nsoJb4saxa
— Israel Defense Forces (@IDF) December 25, 2024
Der Flugverkehr am Ben-Gurion-Flughafen wurde vorübergehend eingestellt. Ein ankommendes Flugzeug musste seine Route ändern und nach Norden ausweichen.
Verteidigungsminister Israel Katz reagierte bereits am Dienstag mit deutlichen Worten auf die zunehmenden Angriffe der Huthis. „Wir werden es nicht hinnehmen, dass die Huthis weiter auf den Staat Israel schießen“, sagte Katz beim Besuch einer Arrow-Raketenbatterie.
Er kündigte an, dass Israel gezielt gegen die Anführer der Huthi-Terrorgruppe vorgehen werde. „Diejenigen, die den Huthi-Terrorismus in Hodeida oder Sanaa unterstützen, werden den vollen Preis zahlen“, betonte er. Katz verwies auf die erfolgreiche Eliminierung hochrangiger Hamas- und Hisbollah-Führer und kündigte an, dass Israel auch die Huthi-Führer ins Visier nehmen werde.

Bedrohung durch Raketenangriffe eskaliert
Der Angriff am Mittwochmorgen ist der jüngste in einer Serie von Raketenangriffen aus dem Jemen. Bereits am Dienstag hatten die Sirenen in weiten Teilen Mittel- und Südisraels Alarm geschlagen, nachdem eine Rakete abgefangen worden war. Dabei wurde eine 60-jährige Frau schwer verletzt, als sie versuchte, einen Schutzraum zu erreichen.
Am vergangenen Freitag traf eine Rakete einen Spielplatz in Jaffa und verletzte 16 Menschen leicht. Am Donnerstag schlug der Sprengkopf einer Rakete in einer Grundschule in Ramat Gan ein und richtete erheblichen Sachschaden an.
Die israelische Luftwaffe arbeitet nach Angaben des Verteidigungsministeriums an „aggressiveren Plänen“, um die Bedrohung durch die Huthis nachhaltig zu bekämpfen. Ziel sei es, das Zielgebiet im Jemen auszuweiten und weitere Angriffe zu verhindern.
„Wir trauen niemandem außer der IDF zu, die Städte und ihre Bewohner zu schützen“, betonte Katz. „Wir werden keine Drohungen dulden und jede Gefahr im Voraus bekämpfen.“
Mit Berichten von JNS.




