MitgliederEine geistliche Epidemie bedroht Israels Orthodoxie

Immer mehr orthodoxe Juden brechen in die weite Welt aus.

von Aviel Schneider |
Orthodoxer auf dem Fahrrad Foto: Yossi Aloni/Flash90

„Die geistliche Pandemie innerhalb der orthodoxen Gemeinschaft ist gefährlicher als das Coronavirus“, haben selbst Rabbiner im Rahmen einer Studie über die Abwanderung junger Menschen aus der Orthodoxie zugeben. Dr. Asaf Malchi vom Israelischen Institut für Demokratie spricht von einem Phänomen, das bereits vor der Corona-Krise begonnen hat und jetzt zu einer echten Epidemie innerhalb der ultraorthodoxen Gesellschaft geworden ist. Immer mehr orthodoxe Juden brechen in die weite Welt aus.

Im Jahr 2018 sind 1,4 Prozent der Schüler aus dem staatlichen Schulsystem ausgeschieden, wobei im selben Jahr 4,6 Prozent orthodoxe Thora-Schüler aus den Jeschiwa-Schulen ausgeschieden sind. Also dreimal so viel wie im allgemeinen Schulsystem, und diese Zahl steigt in der jüdischen Orthodoxie besonders im Schatten der Corona-Krise.

Aber dies ist nur die Spitze des Eisberges. Aus anderen Studien und aus der Umgebung, wo wir leben und arbeiten, ist ersichtlich, dass die Quote der orthodoxen Aussteiger viel größer ist als die der Umkehrer und Einsteiger. Die Zahl der Aussteiger ist zehn...

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