Der Waffenschmuggel nach Israel ist längst kein randständiges kriminelles Phänomen mehr, sondern eine andauernde strategische Gefahr, die eine klare Blutspur hinterlässt: von durchlässigen Grenzen zu Ägypten und Jordanien, über Drohnen und immer ausgefeiltere Schmuggelmethoden, hinein in das Herz krimineller Netzwerke innerhalb Israels – und in zunehmendem Maße bis hin zu tödlichen Terroranschlägen.
Diese Achse ist dem israelischen Sicherheitsestablishment seit Langem bekannt. Ihre Ursprünge liegen im Iran, sie führt weiter durch arabische Staaten, über die ägyptische und die jordanische Grenze nach Israel und von dort kontinuierlich nach Judäa und Samaria. Es handelt sich um eine sich selbst tragende Route, die wirtschaftliche und nationalistische Interessen verbindet und die Grenze zwischen organisierter Kriminalität und Terrorismus verwischt. Ein Geschäft, das als profitorientierter krimineller Deal beginnt, endet nicht selten in einem Terroranschlag.
Werden Waffen in einem derart großen Ausmaß geschmuggelt, brechen die Preise ein, und Schusswaffen werden für nahezu jeden, der bereit ist zu zahlen, leicht verfügbar – für jeden Zweck und gegen jedes Ziel.
Innerhalb Israels gilt das beduinische...
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