In der nordisraelischen Stadt Afula ist am Abend ein israelischer Soldat niedergestochen worden. Er wurde mit Schnittwunden im Oberkörper ins Krankenhaus gebracht. Eine zweite Person wurde leicht verletzt. Der Attentäter wurde von Passanten überwältigt. Wütende Passanten traten auf den am Boden liegenden Täter ein. Schließlich setzte die Polizei Tränengas ein. Nur so konnte sie verhindern, dass die wütende Menge den Terroristen lyncht.
Bei Krawallen im Shuafat ist nach Berichten der Rettungsorganisation „Roter Halbmond“ ein Palästinenser (20) getötet worden. Das „Flüchtlingslager“ Shuafat gehört zum Ostteil Jerusalems, liegt jedoch jenseits der Sicherheitsmauer. Das Opfer hat den Angaben zufolge einen Kopfschuss erlitten. Die Polizei hatte dort eine Razzia durchgeführt und drang in das Haus eines Terroristen ein, der am Vormittag in Jerusalem auf einen Yeshiva-Studenten eingestochen hatte. Dabei kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Die israelische Polizei meldet neun verletzte Beamte. Auch zahlreiche Palästinenser sollen verletzt worden sein.
Die arabische Liga hat am Abend das „rassistische und aggressive“ Verhalten Israels kritisiert und die Vereinten Nationen und die Internationale Gemeinschaft um Hilfe für die Palästinenser gebeten.
Bild: Krawalle im Ostteil von Jerusalem. Foto: Hadas Parush (Flash 90)




