Efrat Natan wurde 1947 geboren und wuchs im Kibbutz Kfar Ruppin auf. Das prägt ihre Arbeit bis heute: sozialistische Ideale auf der einen, die Vision der zionistischen Pioniere auf der anderen Seite, „neue“ Juden im „alten“ Land. Ihre Skulptur „Schwung der Sense“ von 2002 ist Teil der permanenten Ausstellung des Israel Museums. Unter anderem wurde sie mit dem Beatrice S. Kollinger Preis für junge israelische Künstler 1979 sowie dem Preis des Bildungsministeriums für die schönen Künste 2006 ausgezeichnet.
F ür einige bedeutende zionistische Autoren und Künstler der ersten Stunde war es niemand anderes als Jesus, der das Ideal des neuen Juden verkörpert, der das Land beackert und eine sozialistische Ideologie auslebt. Der Dichter Uri Zvi Greenberg sah die Zukunft der zionistischen Bewegung in der Abhängigkeit von Jesus als Verkörperung der Vorstellung von Pionieren, die eine dekadente europäische Gesellschaft hinter sich lassen, um das davidische Königreich wieder aufzubauen.
In Natans Werk wird der religiöse Jesus durch ein abstraktes Bild ersetzt, das in Form von Unterhemden entweder auf Kleiderbügeln oder auf rudimentären Alltagsgegenständen...
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