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EasyJet verschiebt Israel-Flüge bis März 2026

Die Entscheidung der britischen Billigfluggesellschaft, den Flughafen Ben-Gurion weiterhin zu meiden, stellt die längste Unterbrechung durch eine ausländische Fluglinie seit Beginn des Iran-Konflikts dar.

Ein EasyJet-Flug hebt am 11. April 2018 vom Flughafen Ben-Gurion ab. Foto: Moshe Shai/Flash90.

(JNS) Die britische Billigfluggesellschaft easyJet gab am Dienstag bekannt, dass sie ihre Flugpause nach Israel bis zum Frühjahr nächsten Jahres verlängert. Die in London-Luton ansässige Airline wird frühestens am 29. März 2026 wieder zum Flughafen Ben-Gurion zurückkehren.

Ursprünglich war die Wiederaufnahme der Flüge nach Israel für Juni vorgesehen, doch die Pläne wurden durch die zunehmenden regionalen Spannungen mehrfach durchkreuzt. Zunächst hatte easyJet den Neustart auf Ende Juli verschoben, nachdem am 4. Mai eine Huthi-Rakete in der Nähe des Flughafens bei Tel Aviv eingeschlagen war. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs in diesem Sommer wurde zunichtegemacht, als am 13. Juni die zwölftägige Auseinandersetzung mit dem Iran – Operation „Ein Volk wie ein Löwe“ – ausbrach, woraufhin easyJet seine Flüge bis Ende Oktober aussetzte.

Wie die Wirtschaftszeitung Globes berichtet, bedeutet die Entscheidung, den Flugbetrieb nach Tel Aviv über die gesamte Wintersaison auszusetzen, die längste Unterbrechung durch eine ausländische Fluggesellschaft seit Beginn des Iran-Krieges.

Betroffene Passagiere können entweder eine vollständige Rückerstattung erhalten oder ohne zusätzliche Kosten auf einen anderen Flug umbuchen.

Derzeit bedienen ausschließlich die drei großen israelischen Fluggesellschaften – El Al, Arkia und Israir – besonders nachgefragte Strecken, die ursprünglich auch von easyJet angeflogen werden sollten, darunter London (Luton), Amsterdam, Berlin, Basel, Genf und Mailand, so der Bericht.

Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM hat ihre Flüge von und nach Tel Aviv seit Montag erneut ausgesetzt. Zwar hatte KLM den Flugbetrieb zu Beginn des Jahres kurzzeitig wieder aufgenommen, stellte diesen aber erneut ein – mit Verweis auf die anhaltende „unsichere Lage“.

Betroffenen Reisenden stehen nur eingeschränkte Umbuchungsoptionen zur Verfügung, mit der Möglichkeit, ihre Route über Städte wie Athen oder Larnaca zu ändern – den Landtransport müssen sie jedoch selbst organisieren. KLM erlaubt zudem eine Rückerstattung oder die Ausstellung eines Reisegutscheins, da die Aussetzung der Flüge bis auf Weiteres gilt.

Die Maßnahmen von easyJet und KLM erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere europäische Fluggesellschaften nach dem Krieg mit dem Iran ihre Flüge nach Israel wieder aufnehmen.

Die in Madrid ansässige Air Europa, Aegean Airlines aus Griechenland und die polnische Lot haben den Flugbetrieb nach Tel Aviv am Montag wieder aufgenommen, nachdem Air France in der Vorwoche als erste große europäische Airline den Anfang gemacht hatte.

Angesichts hoher Transatlantikpreise und begrenzter Flugverbindungen hat sich Griechenland zum Hauptziel für israelische Reisende entwickelt – und zugleich zu einem beliebten Transitpunkt für Reisen in die und aus den USA.

Weitere europäische Fluggesellschaften wie Lufthansa planen eine Wiederaufnahme ihrer Flüge im kommenden Monat, während British Airways ihre Rückkehr nach Israel auf Ende Oktober verschoben hat.

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde hatte vergangene Woche sämtliche Flugbeschränkungen für Israel aufgehoben.

Fly Dubai aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war die erste ausländische Fluggesellschaft, die nach dem zwölftägigen Krieg ihren Betrieb nach Israel wieder aufgenommen hat – mit beeindruckenden zehn täglichen Flügen nach Tel Aviv, mehr als jede andere internationale Airline.

Am Montag wurden laut der Israelischen Flughafenbehörde rund 60.000 Passagiere bei 370 internationalen Flügen am Flughafen Ben-Gurion abgefertigt – ähnlich viele wie am Tag vor Ausbruch des Iran-Krieges.

Unterdessen wird United Airlines in der kommenden Woche den Flugbetrieb von seinem Drehkreuz in Newark nach Tel Aviv wieder aufnehmen, was zu sinkenden Ticketpreisen auf der lukrativen Transatlantikroute in der Sommersaison führen dürfte.

Delta Air Lines plant den Neustart ihrer Israel-Flüge erst im September, während American Airlines sich während des inzwischen fast zwei Jahre andauernden Krieges vollständig aus Israel zurückgezogen hat.

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Patrick Callahan

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