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Drusischer Bürgermeister fordert Israel auf, „nahöstlich“ zu denken

Es gibt eine gefährliche Diskrepanz zwischen der Denkweise der israelischen Juden und der arabischen Muslime, warnt ein drusischer Bürgermeister.

Drusische Bürger verteilen am 9. Oktober 2023 Lebensmittel an israelische Soldaten, die die Grenze zum Libanon bewachen. Foto von David Cohen/Flash90

Atta Farhat ist Bürgermeister einer Stadt im Norden Israels. Er gehört der drusischen Minderheit des Landes an und ist ein überzeugter Zionist. In seinen jüngsten Äußerungen gegenüber hebräischen Nachrichtenagenturen forderte Farhat die israelische Regierung auf, gegenüber der muslimischen Welt eine klare Haltung einzunehmen. Er betonte, dass die muslimische Mentalität im Nahen Osten darin bestehe, Macht im Namen des eigenen Stammes oder der eigenen Religion auszuüben, während die israelische/westliche Mentalität versuche, zu viele konkurrierende Werte unter einen Hut zu bringen.

„Je mehr man vor ihnen [in Verhandlungen usw.] ‚kriecht‘, desto mehr sehen sie einen als schwach an. Für uns bedeutet das, dass wir menschlich und aufgeklärt sind. Für sie ist es die Schwäche der Juden, ganz einfach und klar. Je mehr sie sehen, dass ihr für eure Existenz eintretet, für euer ewiges, historisches Recht auf dieses Land, desto mehr beginnen sie zu erkennen: ‚Wir haben es mit Juden wie Josua, dem Sohn Nuns, zu tun und nicht mit den Juden von 1948 und danach.’“

Vor einigen Monaten erklärte Farhat in ähnlicher Weise:

„Die IDF hat die Spielregeln hier im Nahen Osten immer noch nicht begriffen.“

Drusische Israelis sprechen Arabisch als Muttersprache, dienen in den IDF und sind keine Muslime. Als solche befinden sich die drusischen Bürger Israels an einem wichtigen Schnittpunkt. Ihre Beobachtungen der israelischen Gesellschaft im Vergleich zu dem massiven Block von über einer Milliarde Muslimen, die sich gegen Israel verbünden, sind aufschlussreich.

Farhat erklärt, das israelische Zugeständnis im Jahr 2005, 9000 Juden aus den Gaza-Siedlungen „Gush Katif“ zu entfernen, habe eine völlig falsche Botschaft an die Hamas und die muslimische Welt gesendet. Sie sahen darin keine gutherzige Geste im Namen von fairen und rücksichtsvollen Nachbarn. Stattdessen sahen sie darin einen Rückzug, einen kleinen Sieg, der ihren Appetit anregte, die Kontrolle über ganz Israel zu übernehmen:

„… Arik Sharon hat die Juden aus dem Gaza-Streifen vertrieben. Es besteht kein Zweifel, dass der Gazastreifen Teil des Landes Israel ist. Nach der jüdischen Tora ist das Land Israel ein Geschenk des Heiligen, gepriesen sei Er, an das Volk Israel. Wie sehen das die Feinde? Sie sagen sich: ‚Wenn die Juden ihr historisches Rechtsempfinden aufgegeben und die Tora, an die sie glauben sollten, verleugnet haben – dann werden wir sie besiegen.‚“

 

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Drusischer Bürgermeister fordert Israel auf, „nahöstlich“ zu denken”

  1. Ulrich Hildebrandt sagt:

    Ganz genau so ist es. Es ist unerträglich, wie Israel im Namen der Demokratie die Realität ausblendet, seine eigene Bevölkerung und das eigene Land leichtfertig, fahrlässig, ohne Sinn und Verstand aufs Spiel setzt und sie den Bösen, ihren erklärten Feinden opfert, vielleicht nur, um sich selber vor der Welt als lupenreine Demokraten ausweisen und auf die Schulter klopfen zu können. Damit muss endlich Schluss sein!! Wie lange will Israel noch dieses Lügenspiel vor dem eigenen Volk treiben?

    Sie sind in demokratischen Ländern geschult, aber man kann einer Raubkatze nicht mit lateinischer Grammatik beikommen wollen! Oder um mit Jesus zu sprechen: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen!

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